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„Ein guter Immobilienmakler ist immer sein Geld wert“……….

In Immobilienfinanzierung, Immobilieninvestoren, Mietkauf, Mietkauf, Immobilienfinanzierung, Immobilieninvestoren, on März 8, 2017 at 10:02 am

„Ein guter Immobilienmakler ist immer sein Geld wert“

Bestellerprinzip, miserables Image, Regulierungswahn und vieles mehr stellen die Immobilien-Mittelständler vor immense Herausforderungen. Was hat das für Folgen und wie findet man sich in diesem Umfeld zurecht? ImmoCompact fragt wieder nach bei deutschen Immobilienmaklern. Diesmal bei Daniela Klein von Immobilien Fair & Freundlich ®.

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Frau Klein, was zeichnet einen starken und zukunftsfähigen Immobilienmakler aus?
Ein guter Makler hat schon immer kundenorientiert gearbeitet und wird das auch weiterhin tun. Die Kunden erwarten Flexibilität, kundenorientiertes Arbeiten und bestmögliche Betreuung bis zum Vertragsabschluss. Der Kunde war immer König, ist König und muss König bleiben.

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Wie stark hat das Bestellerprinzip die deutsche Immobilienwirtschaft verändert?
Hatten wir früher die Möglichkeit, auch dem ein oder anderen Mietinteressenten eine Wohnung anzubieten, der auf den ersten Blick nicht dem gängigen Wunschmieter entsprach, so ist das nun nahezu unmöglich. Gerade die sozial Schwachen, für die das Bestellerprinzip ja (angeblich) gedacht ist, haben jetzt noch schlechtere Karten. Die klassischen Wunschmieter sind die Doppelverdiener mittleren Alters ohne Kinder und ohne Tiere. Sehr schwer ist es auch für diejenigen geworden, die berufsbedingt in eine andere Stadt ziehen müssen. Viele würden gerne nach wie vor Provision bezahlen, um sich Zeit und Kosten für unzählige Besichtigungen zu sparen. Ich mache Vermietungen nur noch im Ausnahmefall, Suchaufträge kann ich aus wirtschaftlichen Gründen nicht annehmen – zu groß ist hier die Gefahr, dass man auf einem Objekt „sitzenbleibt“. Auch sind die Vermieter nicht bereit, zusätzlich zur Provision auch noch Renovierungsarbeiten wie einen neuen Anstrich oder neue Bodenbeläge zu übernehmen. Vor der Einführung des Bestellerprinzips konnten wir solche Dinge oft für den Mieter „raushandeln“. Diese Zusatzkosten belasten den Mieter zum Teil mehr, als die Courtage es getan hätte.

Wie lässt sich das Image der Immobilienmakler verbessern?
Für das schlechte Image der Makler sind weniger die Makler selbst, als vielmehr Politik und Presse verantwortlich. Schwarze Schafe, die es in jeder Branche gibt, finden über Printmedien und TV fast täglich den Weg in die deutschen Wohnzimmer, entsprechende TV-Formate tun ihr übriges. Man hört und liest nie etwas über den Mehrwert eines Maklers – in den Augen der Bevölkerung sperrt ein Makler nur die Tür auf und kassiert dafür viel Geld. Hier würde ich mir mehr Aufklärung wünschen.

Wie wichtig sind dabei die neuen Berufszulassungsregeln?
Ich glaube nicht, dass Berufszulassungsregelungen aus einem schlechten Makler einen guten machen. Es ist auch nicht jeder Arzt ein guter Arzt, nur weil er sein Studium abgeschlossen hat. Freude am Beruf, am Umgang mit Menschen, kundenorientiertes Denken und Handeln, Empathie und permanente Fortbildung sind meiner Meinung nach wesentlich wichtiger als irgendwelche Sachkundenachweise, über deren Qualität man sicherlich unterschiedlicher Meinung sein wird.

Wie stark belasten Sie die insgesamt ständig neuen Gesetze und Regulierungen?
EnEV, Widerruf, Bestellerprinzip, Mietpreisbremse und Co. verunsichern nicht nur die Makler, sondern ganz besonders auch Mieter und Käufer. Die meisten haben davon noch nie etwas gehört, bis sie auf Wohnungssuche gehen und sind – verständlicherweise – total überfordert. Selbst von Fachanwälten bekommt man zum Teil gegensätzliche Aussagen zu dem ein oder anderen Thema. Die Politiker wären gut beraten, sich bei einer so massiven Einmischung in den Immobilienmarkt von den entsprechenden Stellen „bürgernah“ begleiten zu lassen und nicht mit irrwitzigen Gesetzen und Regulierungen auf „Stimmenfang“ zu gehen. Den Mietern tun sie damit nämlich überhaupt keinen Gefallen – auch wenn es erstmal so aussieht.

Was sind die größten Fehler, die Hauskäufer und Eigentümer machen?
Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, wird der Makler in den Augen der Öffentlichkeit fast immer nur als „Türöffner“ dargestellt, der ansonsten keine Ahnung hat. Genau das ist aber falsch – wir Makler sind genau diejenigen, die den Markt mit all seinen Fallstricken kennen. Ein guter Makler ist immer sein Geld wert und es ist vermessen zu denken, als Laie könne man das genauso gut oder besser, wenn gleichzeitig nach Sachkundenachweisen gerufen wird. Ich bin immer wieder erstaunt, wie wenig Ahnung Käufer und Verkäufer nicht nur vom Prozedere eines Kaufs oder Verkaufs, sondern auch von der Materie selbst mit all ihren Tücken haben. (mh)

Sie wollen auch ein Makler-Interview für ImmoCompact, dem Fachmagazin für die Immobilienwirtschaft, geben? Dann tragen Sie einfach hier Ihre Daten ein.

Daniela Klein                                                                       Vollständiges Impressum

<h5>Daniela Klein</h5>
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