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Jetzt ist es offiziell – Kickstarter kommt nach Deutschland………………

In Immobilienfinanzierung, Immobilieninvestoren, Mietkauf, Mietkauf, Immobilienfinanzierung, Immobilieninvestoren, on März 20, 2017 at 9:34 am

Newsartikel. Update: Deutschlandstart offiziell bestätigt. Ab Mai können Startups auch hierzulande ihr Projekt auf der US-Crowdfunding-Plattform Kickstarter einstellen.

Die drei Gründer von Kickstarter: Charles Adler, Perry Chen und Yancey Strickler (v.l.)

Update vom 28. April 2015: Bereits vor einigen Wochen wurde gemunkelt, dass Kickstarter am 28. April in Deutschland an den Start gehen wolle. Offenbar war der Termin nicht nur ein Gerücht: Heute launcht Kickstarter offiziell in Deutschland. Ab dem 12. Mai – wie ebenfalls bereits zuvor durchsickerte – können deutsche Gründer ihre Projekte auf der Crowdfunding-Plattform starten und mit der weltweiten Community teilen.

Die erste Version dieses Artikels erschien am 8. April 2015.

Vor ziemlich genau sechs Jahren wurde die US-Crowdfunding-Plattform Kickstarter gegründet. Über Kickstarter können kreative Projekte von der Crowd finanziert werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Projektgründer etwas Neues erstellen, um es am Ende mit anderen Menschen zu teilen. Das kann zum Beispiel eine Kunstausstellung, ein Pancake-Printer, ein animierter Horrorfilmoder gar eine Hillary-Clinton-Actionfigur sein. Nach eigenen Angaben wurden bisher mehr als 80.000 Projekte mit insgesamt mehr als 1,6 Milliarden US-Dollar finanziert.

Im Gegensatz zum Crowdinvesting, wie es zum Beispiel Plattformen wie Seedmatch oder Companisto betreiben, erhalten die Unterstützer jedoch für ihr Geld keine Anteile, sondern einen eher symbolischen Gegenwert. Für ein Filmprojekt kann dies zum Beispiel ein Filmposter oder eine DVD mit dem fertigen Film sein. Kommt die angestrebte Funding-Summe zusammen, erhebt Kickstarter eine Gebühr von fünf Prozent. Kommt die Summe nicht zusammen, werden auch keine Gebühren erhoben.

G Tipp – Lesenswert bei Gründerszene Crowdfunding-Studie: Deutsche investieren nur wenig Geld über die Crowd

Für die Finanzierung einzelner Projekte spielt es keine Rolle, aus welchem Land der jeweilige Unterstützer kommt. Allerdings ist die Plattform derzeit für Projektgründer noch räumlich begrenzt. Wer ein Projekt bei Kickstarter einstellen will, muss aus einem der zehn Kickstarter-Länder stammen. Die Plattform agiert aktuell in den USA, Australien, Neuseeland, Kanada, Großbritannien und den Niederlanden, zudem öffnete sie sich im Herbst 2014 auch für Dänemark, Norwegen, Schweden und Irland.

Der Grund für die bisher sehr zögerliche Europa-Expansion waren Probleme mit der Zahlungsabwicklung: Projektgründer mussten ein US-Konto vorweisen können, das Einsammeln des Geldes erfolgte über den Bezahldienstleister Amazon Payments. Zwar konnten über Umwege auch deutsche Startups Geld über die Plattform sammeln – allerdings nur mit einem US-Partner. Eine Hürde, die nun überwunden werden soll. Bereits Anfang 2015 teilte Kickstarter mit, sich von Amazon getrennt und zum US-Payment-Anbieter Stripe gewechselt zu haben.Das soll sich nun alles ändern. Künftig werden auch deutsche Gründer die Möglichkeit erhalten, ohne diese Hindernisse Geld für ihre Projekte einzusammeln: Am 28. April soll Kickstarter nun endlich hierzulande starten, wie Gizmodo aus „unternehmensnahen Kreisen“ erfahren haben will. Die ersten deutschen Kampagnen sollen demnach ab dem 12. Mai anlaufen. Zudem wolle die US-Plattform kurze Zeit später auch in weiteren Ländern wie Italien und Spanien starten. Kickstarter selbst hält sich jedoch bedeckt, auf Anfrage von Gründerszene wollte sich Kickstarter nicht zu einem konkreten Termin für den Deutschlandstart äußern.

Starke Wettbewerber im deutschen Crowdfunding-Markt

Eines der Startups, das pünktlich zum deutschen Start von Kickstarter seine Kampagne angehen will, ist StoryHome. Das Münchner Startup entwickelt ein Gerät, das Geschichten für Kinder abspielen kann – die zuvor beispielsweise von den Großeltern eingesprochen wurden und über die Cloud auf das Gerät gelangen.

Warum das Jungunternehmen ausgerechnet auf Kickstarter Geld einsammeln will? Noch ist ja nicht absehbar, ob die Crowdfunding-Plattform hierzulande mit ähnlich großem Erfolg rechnen kann wie in den USA. Die US-Crowdfunding-Plattform Indiegogo beispielsweise ist schon seit Längerem auch für deutsche Projekte geöffnet und ist damit ein starker Wettbewerber im Markt. Mit der Dresdner Plattform Startnext gibt es zudem auch Konkurrenz aus Deutschland.

„Wir haben alle unsere Möglichkeiten untersucht und denken, dass Kickstarter besser zu unserem Startup passt als andere Plattformen wie zum Beispiel Indiegogo“, sagt David Lees, Mitgründer von StoryHome. „Startnext zum Beispiel kennen wir noch nicht so gut. Und Kickstarter ist eine sehr starke, weltweit agierende Plattform.“ Für die Zukunft könne es sich das Startup jedoch auch vorstellen, eine Crowdinvesting-Kampagne durchzuführen, zum Beispiel auf Seedmatch.Der Kontakt zu Kickstarter kam allerdings eher zufällig zustande: Bei einem Startup-Event des Berliner Hardware.co-Accelerators lernten die StoryHome-Gründer einen der Mitarbeiter der Crowdfunding-Plattform kennen. „Da haben wir uns schon gedacht, dass etwas an den Gerüchten dran sein muss, dass Kickstarter nun bald nach Deutschland kommt“, erzählt StoryHome-Mitgründer Thomas Pannek.

Wann genau die Plattform in Deutschland launchen will, wissen die StoryHome-Gründer nach eigenen Angaben zwar auch noch nicht – dass es aber tatsächlich passiert, dessen sind sie sich inzwischen sicher. „Wir sind mitten in den Vorbereitungen für unsere Kampagne, sodass wir jederzeit damit loslegen können“, sagt Pannek.

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Bild:  Kickstarter


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Abschaffung des Bargelds: Der Krieg gegen das Gold sollte uns eine Warnung sein………..

In Immobilienfinanzierung, Immobilieninvestoren, Mietkauf, Mietkauf, Immobilienfinanzierung, Immobilieninvestoren, on März 15, 2017 at 8:39 am

Gold, Bargeld

Bloomberg NewsDer Besitz von Gold war für viele Jahre verboten

Die Angst bei vielen Menschen vor der Abschaffung des Bargelds wächst. Ich meine: Zu recht. Auch der Krieg gegen das Gold wurde still und heimlich geführt – bis es zu spät war.

Es gibt viele gute und legitime Gründe, Bargeld zu halten. Vielleicht haben Sie ein Geschäft, in dem bar bezahlt wird. Vielleicht wollen Sie für Notfälle etwas Bargeld im Haus haben. Wenn Sie wie ich an der Ostküste leben, sind Sie der Gefahr von Tropen- und Nordoststürmen ausgesetzt, die tage- oder wochenlange Unterbrechungen der Stromversorgung verursachen können (wie zum Beispiel Hurrikan Sandy). Wenn der Strom ausfällt, funktionieren Geldautomaten und Kreditkarten-Lesegeräte nicht mehr. Für solche Fälle ist es gut, eine Notreserve in bar zur Verfügung zu haben.

Dessen ungeachtet ist ein Trend zu digitalen Währungen zu verzeichnen, hin zur sogenannten bargeldlosen Gesellschaft. Viele Menschen stellen sich auf den Standpunkt: „Ja und? Es ist einfach praktisch, digital zu bezahlen.“ Das sehe ich genauso. Auch ich nutze Kredit– und Debit-Karten, PayPal und Apple Pay, wie Millionen andere Amerikaner auch. Aber der Trend zum digitalen Bezahlen bringt einige wichtige Implikationen mit sich.

Zur Person

James Rickards ist Ökonom und Investmentbanker mit über 35 Jahren Erfahrung an der Wall Street. Der Verfechter des Goldstandards berät Firmen weltweit zu Währungsrisiken. Der Text ist ein Auszug aus seinem Buch „Gold. Wie Sie sich vor Inflation, Zentralbanken und finanzieller Repression schützen“

Ein ausschließlich digitales Bezahlsystem schafft in der Wirtschaft die Voraussetzungen für negative Zinssätze. Die Regierung könnte versuchen, die Menschen zu zwingen, ihr Geld auszugeben, indem sie einen Teil des Geldes, das auf einem Bankkonto liegen bleibt, unter dem Vorwand eines negativen Zinssatzes konfisziert. Dann wird die Bank, anstatt Ihnen Zinsen zu zahlen, sie von Ihrem Konto abbuchen.

Bargeld ist eine einfache Methode, sich gegen negative Zinsen zu wehren. Jeder, der Bargeld hat, wird am Ende jeder Periode immer noch genauso viel davon haben, ohne dass es durch negative Zinsen geschmälert werden konnte. Bargeld abzuschaffen und alle Bürger in ein ausschließlich digitales Bezahlsystem zu zwingen, ist der erste Schritt zu negativen Zinssätzen. Prominente Ökonomen wie Larry Summers und Kenneth Rogoff haben solche Schritte befürwortet.

Der Krieg gegen Bargeld wurde angeblich begonnen, um Drogenhändlern und Terroristen leichter auf die Schliche zu kommen. Staatliche Stellen werden immer sagen: „Wir haben ja nichts gegen anständige Bürger; wir wollen doch nur versuchen, böse Drogenhändler und Terroristen, Steuersünder und andere Straftäter ausfindig zu machen. Darum dürfen wir nicht zulassen, dass die Menschen Bargeld haben.“ Das Problem dabei ist, dass damit jeder gesetzestreue Bürger von vornherein als Drogenhändler, Steuerhinterzieher oder Terrorist verdächtigt wird, falls er es vorziehen sollte, mit Bargeld zu bezahlen.

Der Krieg gegen Bargeld ist weit mehr als lediglich ein Auftakt zu negativen Zinssätzen. Ohne Bargeld wird es auch einfacher, Bail-ins und Konfiszierungen zu erzwingen oder Konten einzufrieren. Um das Geld von Einlegern festzusetzen, ist es nützlich, sie einer kleinen Zahl von Megabanken in die Arme zu treiben, die Weisungen von der Regierung befolgen. Dann kann das böse Spiel beginnen.

Der Krieg gegen Bargeld erinnert an das, was Gold zu Beginn des 20. Jahrhunderts widerfuhr, in der Zeit zwischen 1900 und 1914. Wenn Sie zum Beispiel in den Vereinigten Staaten im Jahr 1901 etwas kaufen wollten, hätten Sie vielleicht in die Tasche gegriffen und eine 20-Dollar-Münze aus Gold oder einen Silberdollar hervorgeholt. Ich kann mich noch erinnern, dass in meiner Kindheit ein Vierteldollar oder eine Zehn-Cent-Münze aus reinem Silber bestand; erst in den 1960er-Jahren hat die Regierung begonnen, den Wert von Silbermünzen durch Beimischungen von Kupfer, Zink und anderen Metallen zu vermindern.

Video: Taucher finden spektakulären Goldschatz

Taucher rastet unter Wasser aus vor Freude – der Grund ist eine Million Dollar wert

Wie ist es der Regierung gelungen, die Menschen dazu zu bringen, ihre Goldmünzen herzugeben? Nun, die Banken zogen diese Münzen nach und nach aus dem Verkehr (genauso, wie heute das Bargeld aus dem Verkehr gezogen wird), schmolzen sie ein und gossen daraus 400-Unzen-Barren. Niemand wird mit einem 400-Unzen-Goldbarren in der Tasche durch die Gegend laufen. Dann haben sie den Menschen gesagt: „In Ordnung, ihr könnt Gold besitzen, aber nicht mehr als Münzen, sondern nur noch in Form solcher Barren. Und noch etwas: Solche Barren sind sehr teuer.“ Das bedeutet, dass Sie sehr viel Geld besitzen mussten, um sich auch nur einen einzigen dieser Barren leisten zu können, und dass Sie ihn nicht irgendwo hinbringen, sondern in einem Banktresor lagern würden.

Es war ein schleichender Prozess und den Menschen schien gar nicht aufzufallen, wie ihre Goldmünzen durch Papiergeld ersetzt wurden, weil die Papierscheine ihnen so viel praktischer erschienen (ganz so, wie digitales Bezahlen heute praktischer zu sein scheint). Die Banken ließen diese 400-Unzen-Goldbarren herstellen und schafften die Goldmünzen ab. Als der Besitz von Gold 1933 verboten wurde, war nicht mehr viel Gold im Umlauf und so war es relativ einfach, die in Banktresoren liegenden Goldbarren per Anweisung des Präsidenten zu konfiszieren.

Der gleiche Prozess ist auch heute im Gange. Die Menschen akzeptieren digitale Bezahlsysteme als Ersatz für Papiergeld, weil sie sie praktischer finden. Erst später, wenn kein Papiergeld mehr im Umlauf ist, wird die Regierung anfangen, digitale Werte zu konfiszieren. Wenn es erst einmal so weit ist, können die Menschen nicht mehr auf Bargeld ausweichen – und sie werden das erst merken, wenn es zu spät ist.

Der gesamte Prozess der Umstellung – von Goldmünzen auf goldgedecktes Papiergeld, dann auf ungedecktes Papiergeld und dann auf digitales Geld – ist bisher seit etwa 100 Jahren im Gang. Jeder Schritt in diesem Prozess macht es der Regierung etwas leichter, Ihre Vermögenswerte zu konfiszieren.

Inzwischen schließt sich der Kreis. Ich habe den Krieg gegen Gold beschrieben, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts geführt wurde, und jetzt, im 21. Jahrhundert, erleben wir den Krieg gegen Bargeld. Ironischerweise besteht die vielversprechendste Verteidigungsstrategie im Krieg gegen Bargeld darin, zum Gold zurückzukehren, da es heute wieder legal ist, Gold zu besitzen. Von 1933 bis 1975 war es in den Vereinigten Staaten illegal, Gold zu besitzen (und in vielen anderen Ländern ist es das nach wie vor). Aber heute ist Gold ein legales Mittel, um Geld zu besitzen. Sie können nach Belieben große 400-Unzen-Barren kaufen. Sie können Ein-Kilo-Barren kaufen, die wesentlich handlicher sind als 400-Unzen-Barren, und Sie können auch wieder Goldmünzen kaufen. Die „United States Mint“ („Münzanstalt der Vereinigten Staaten“) verkauft den „American Gold Eagle“ und den „American Buffalo“; beide Münzen enthalten eine Unze reines Gold, aber dem „Eagle“ sind andere Metalle beigemischt, um ihn haltbarer zu machen. (…)

Wahrscheinlich ist es schon zu spät, um an größere Mengen Bargeld zu kommen. Der Krieg gegen Bargeld ist so gut wie vorbei und die Regierung hat ihn gewonnen. Aber es ist noch nicht zu spät, um Gold zu kaufen, das seine Eigenschaft als physisches Wertaufbewahrungsmittel behält und von der Digitalisierung anderer Formen von Geld nicht betroffen ist.

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Kapitalanlage Investmentfonds: Was leisten sie wirklich?…………..

In Immobilienfinanzierung, Immobilieninvestoren, Mietkauf, Mietkauf, Immobilienfinanzierung, Immobilieninvestoren, on März 14, 2017 at 3:13 pm

Verwaltet eine Kapitalanlagegesellschaft Sondervermögen seiner Kunden, indem es dies in Wertgegenstände wie Aktien, Anleihen, Immobilien oder Rohstoffe anlegt, spricht man von Investmentfonds. Sie zielen darauf ab, eine langfristige und relativ sichere Rendite zu erwirtschaften – meist für Privatanleger.                

Was können Investmentfonds leisten? Wie können Kapitalgeber mit Fonds am meisten Rendite erhalten? Und was zeichnet eine gute Investmentgesellschaft aus? Viele private Sparer erwägen Fonds als sinnvolle und sichere Finanzanlage, wenn sie ihr Geld nicht auf einem kaum verzinsten Sparkonto versauern lassen wollen. Für viele ist diese Anlageform mit dem geringsten Aufwand und Risiko verbunden, außerdem reichen schon kleine Beträge aus, um an internationalen Kapitalmärkten zu investieren.

Der Vorteil von Investmentfonds: Dadurch, dass sich eine Gesellschaft um das Kapital kümmert, kann es in mehrere Hundert verschiedene Anleihen oder Aktien von mehr als 1.000 unterschiedlichen Unternehmen investiert werden – ein Portfolio, was nur die wenigsten privaten Investoren selbständig aufbauen könnten. Die Verteilung des Geldes auf viele verschiedene Wertpapiere senkt die Verlustgefahr. Wer etwa Aktien von nur zwei Unternehmen kauft, verliert einen großen Teil seines Vermögens, wenn eines der Unternehmen pleitegeht. Bei einem Fonds mit einer hohen Zahl von Unternehmen fiele eine solche Insolvenz dagegen kaum ins Gewicht. Nicht nur deshalb ist das Konzept in Deutschland und weltweit sehr erfolgreich.

Fonds als attraktive Anlageform

Was sind Investmentfonds?

Investmentgesellschaften, auch Fondsgesellschaften oder Kapitalanlagegesellschaften genannt, sind Unternehmen, die liquide Mittel von Anlegern sammeln, um diese in Anlageklassen zu investieren. Hierbei handelt es sich meistens um Wertpapiere oder auch Immobilien. Dabei werden den Gläubigern Anteilsscheine für das eingelegte Kapital ausgegeben – es bleibt somit Eigentum der Geldgeber. Grundsätzlich handelt es sich bei dem eingezahlten Kapital um ein „Sondervermögen“. Das bedeutet, dass die Anlage des Gläubigers vom Vermögen der Kapitalgesellschaft getrennt wird, um ihn vor einer möglichen Insolvenz der Investmentgesellschaft zu schützen.

Erwirtschaftet ein Investmentfonds nun Erträge aus Kursgewinnen, Dividenden oder beispielsweise Zinsen, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder werden diese an die Anteilseigener ausgeschüttet oder im Falle thesaurierender Fonds reinvestiert. Dadurch steigt der Wert der Fondsanteile. Daneben gibt es noch die andere Option der Wiedereinlage: In dem Fall werden die Erträge aus eigentlich ausschüttenden Fonds wieder in denselben angelegt. Natürlich sind die Anleger aber auch nicht grundsätzlich vor Kursverlusten geschützt, denn: Fonds enthalten in der Regel Wertpapiere, deren Kurse schwanken – ein Risiko, welches alleine der Anleger trägt.


Offene und geschlossene, aktive und passive Fonds

Unterschieden wird zwischen offenen und geschlossenen Fonds. Offene Fonds charakterisiert, dass Anteile zu jeder Zeit erworben und vor allem aber auch an den Emittenten zurückgegeben werden können. Geschlossene Fonds sind unternehmerische Beteiligungen – meist mit einer begrenzten Laufzeit. Eine Anteilsrückgabe ist nicht möglich. Das liegt vor allem daran, dass das Geld in Sachanlagen wie Immobilien, Schiffe, Flugzeuge, Windparks und Wälder investiert werden, die nicht über Nacht verkauft werden können. Wegen der hohen Risiken und der hohen Mindesteinlage (meist 10.000 Euro) sind geschlossene Fonds für Kleinanleger kaum geeignet – es ist sogar ein Totalverlust möglich.

Wird ein Manager extra dazu berufen, die Geldanlage in Wertpapiere anzulegen, spricht man von aktiven Fonds. Bei diesen wird eine Strategie mit dem Ziel festgelegt, überdurchschnittlich hohe Renditen zu erzielen. Auf durchschnittliche Renditen setzen hingegen passive Fonds: Sie kopieren Indizes, wie z.B. der Aktienindex Dax in Deutschland, der die Aktienentwicklungen hierzulande repräsentiert. Dazu bedarf es keinen Manager, der exklusive Entscheidungen treffen muss. Diese sogenannten Indexfonds sind etwas preisgünstiger und weitgehend transparent, als die aktiven Fonds, die höhere Verwaltungskosten aufweisen. Ein weiterer Unterschied liegt im Preis: Die Verwaltungskosten für Aktien-Indexfonds beginnen bei 0,2 Prozent Verwaltungskosten pro Jahr. Gemanagte Aktienfonds verlangen für die Verwaltung etwa 1,5 Prozent pro Jahr.

Geschichte der Fonds

Anfang der 1950er-Jahre gründeten vier Banken die erste deutsche Fondsgesellschaft und brachten kurze Zeit später den ersten Aktienfonds für private Geldanleger auf den Markt. Der Grundstein für eine Erfolgsgeschichte war gelegt: Eine Million D-Mark Anlagekapital verteilte sich zu Beginn noch auf zwei Fonds. 1959 konnten die deutschen Anleger dann schon zwischen 15 Fonds wählen, deren Anlagekapital sich auf knapp 1,2 Milliarden Mark summierte. Heute sind hierzulande 7.600 Fonds im Angebot, die zusammen fast 790 Milliarden Euro verwalten. Das entspricht mehr als 20 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung in Deutschland.

Fonds-Kategorien

Sparer, die über Investmentfonds Gewinne erwirtschaften möchten, sehen sich einer kaum überschaubaren Angebotsauswahl gegenüber – so unterschiedlich sind die verschiedenen Formen und Gebührenstrukturen. Hinzu kommt, dass positive Werteentwicklungen in der Vergangenheit noch lange kein Indiz für zukünftige Entwicklungen sind. Jeder Fonds konzentriert sich auf ein spezielles Wertpapier-Segment. Die wichtigsten Segmente sind Geldmarktfonds, Aktienfonds, Rentenfonds, Mischfonds, Dachfonds und offene Immobilienfonds.

Aktienfonds

Wie der Name schon sagt, wird bei dieser Anlagestrategie das Finanzierungskapital ausschließlich in Aktien angelegt. Geldgeber haben die Möglichkeit beispielsweise nur in heimische Unternehmen zu investieren oder das Fondskapital weltweit zu verteilen. Darüber hinaus haben viele Fonds ihr Portfolio auf bestimmte Unternehmen oder Branchen spezialisiert. Start-ups können beispielsweise besonders stark wachsen, andere Unternehmen dafür relativ schnell eine überdurchschnittliche hohe Dividende ausweisen. Eine andere Form von Aktien sind Standardwerte. In diesem Fall beinhalten Fonds ausschließlich Aktien sehr großer Unternehmen und Konzerne. Ob als Indexfonds oder gemanagter Fond, im Grunde kann jede Strategie und jedes Ziel in beiden Formen umgesetzt werden. Wer sein Kapital langfristig anlegen kann und möchte, für den eignen sich Aktienfonds. Kursschwankungen gleichen sich auf Dauer aus, der Anleger muss jedoch 10 bis 15 Jahre auf sein Geld verzichten. Zum Vergleich: Geldmarktfonds, die ausschließlich in liquide Wertpapiere investiert werden, haben eine Laufzeit von unter 12 Monaten.

Rentenfonds

Diese Fonds galten lange Zeit als Grundbaustein gemischter Portfolios. Die Mischung aus Staats- und Unternehmensanleihen, darunter beispielsweise die als sicher geltenden Bundesanleihen, aber auch Anleihen stark verschuldeter Unternehmen oder Staaten verringern Wertschwankungen und bieten langfristige Sicherheit. Das Angebot ist groß und deckt zahlreiche Länder und Branchen ab, aber aktuell ist die Anlage in Rentenfonds aufgrund der niedrigen Zinsen eher unattraktiv. Sobald sich die Geldmärkte wieder stabilisieren, steigen auch die möglichen Renditen.

Mischfonds

Mischfonds erfreuten sich in der Vergangenheit großer Beliebtheit. Die Investition in Aktien und Anleihen über diese Anlageform lag 2016 bei rund 220 Milliarden Euro. Die Strategie liegt in der Flexibilität und der Vielfalt. Fondsmanager können in Extremfällen rasch reagieren und das angelegte Kapital komplett in Aktien oder Anleihen investieren. Anleger müssen sich darauf einstellen, dass sie nie genau wissen, welche Risiken die Anlage birgt – die Planung flexibler Mischfonds liegt in der Hand der Manager. Neben flexiblen Mischfonds, existieren abhängig von der Verteilung von Anleihen und Aktien noch defensive, ausgewogene und offensive Mischfonds.

Dachfonds

So werden Fonds bezeichnet, die keine einzelnen Aktien oder Anleihen erwerben, sondern in bereits existierende Fond-Typen, wie Aktien- oder Rentenfonds investieren. Die Strategie der Manager von Dachfonds besteht darin, über eine hohe Streuung und Mischung überdurchschnittliche Rendite bei minimalen Wertschwankungen zu erwirtschaften. Einen Nachteil bilden jedoch die hohen Kosten vieler Dachfonds. Oftmals zahlen Anleger doppelte so hohe Verwaltungsgebühren, die wiederum die Rendite des Anlegers schmälern.

Offene Immobilienfonds

Privat- und Kleinanleger die in Immobilien investieren, aber keine eigenen Objekte finanzieren können, haben über offene Immobilienfonds eine Möglichkeit an dieser Anlageform zu partizipieren. Diese Fonds investieren und verwalten Wohn- und Gewerbeimmobilien. Über Mieteinnahmen oder Gewinne aus Wiederkäufen erwirtschaftet diese Fondsart Renditen. Hinzu kommt, dass diese Fonds Barbestände halten müssen, um gegebenenfalls Anleger auszuzahlen, die wiederum verzinst werden. Trotz des temporär anhaltenden Booms im Immobilienmarkt, fallen über einen längeren Zeitraum die Renditen eher gering aus: In der Regel unter der 3-Prozent-Marke.

➤ Zum Artikel: Immobilien Investment

Crowdfunding als Alternative zu Investmentfonds

Abgrenzung Investmentfonds und Crowdfunding

Die Stärke von Investmentfonds liegt in der Vielzahl der Anleger, die Teile ihres Vermögens in den gemeinsamen „Topf“ werfen. So gebündelt, können Fondsmanager das zur Verfügung gestellte Kapital strategisch in diverse Investments streuen. Die Fondsgesellschaft verwaltet das Geld, Anleger profitieren von Renditen.

An dieser Stelle lassen sich die Fonds mit dem Crowdinvesting vergleichen, das heute immer mehr Privatinvestoren nutzen. Um sein Geld gewinnbringend anzulegen, eignen sich vor allem die beiden Modelle Crowdlending und Crowdinvesting. Im Crowdinvesting (Equity-based Crowdfunding) erhält der Anleger eine Beteiligung an zukünftigen Gewinnen des finanzierten Projekts oder, wenn das Investment mit Wertpapieranlagen verbunden ist, Anteile oder Schuldinstrumente. Somit spekuliert der Investor auf eine finanzielle Rendite. Crowdlending (Kreditbasiertes / Lending-based Crowdfunding) hingegen verspricht seinen Unterstützern, dass ihnen der Betrag mit oder ohne Zinsen zurückgezahlt wird.

 

Kleinanlegerschutzgesetz – ein anerkannter Rahmen

Damit diese Form der Kapitalanlage den Investoren die größtmögliche Sicherheit bietet, sind zwei Komponenten wichtig: ein seriöser Vermittler zwischen Anleger und Unternehmen sowie ein anerkannter Rahmen. Dafür sorgt seit Juli dieses Jahres das Kleinanlegerschutzgesetz. Es ist angelehnt an bestehende Regulierungen aus dem Finanzsektor und erweitert das Vermögensanlagengesetz (VermAnlG). Grundsätzlich sollen Anleger so gut es geht vor Fehlinvestitionen und damit verbundenen Verlust des Geldes bewahrt werden.

Dafür begrenzt der Gesetzgeber zum Beispiel die Anlagesumme für ein Crowdinvesting auf 10.000 Euro und schreibt eine Pflicht zur Veröffentlichung eines Vermögensanlagen-Informationsblattes (VIB) vor. Darin und auch in der Werbung muss im Wortlaut dieser Warnhinweis stehen: „Der Erwerb einer Vermögensanlage ist mit nicht unerheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.“ Zudem räumt das Gesetz den Anlegern eine Bedenkzeit ein, indem es die Widerrufsfrist auf 14 Tage festsetzt.

Oberstes Ziel: Gute Performance

Fondsmanager erfüllen verschiedene Aufgaben: Zum einen erwarten Anleger in der Regel einen hohen Ertrag auf ihr angelegtes Geld – zeitgleich müssen die Manager aber auch das Risiko im Auge behalten und Verlust vermeiden. Außerdem regeln neben gesetzlichen Vorgaben auch eigene Richtlinien des Fonds Strategien und Ziele. Diese Auflagen werden fondsspezifisch festgelegt und dienen der Orientierung.

Wer Geld in einen Fond einzahlt erhält entsprechend der Höhe seiner Einlage Anteile, so genannte Investmentzertifikate. Somit wird der Anleger anteilig zum Miteigentümer, wobei die Anzahl der Zertifikate den Teil am Fondsvermögen widerspiegelt. Teilt man die Summe aller Vermögenswerte durch die Zahl der im Umlauf befindlichen Anteile erhält man den Wert eines einzelnen Investmentanteils.

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Stimmungseinbruch bei gewerblichen Immobilienfinanzierungen………….

In Immobilienfinanzierung, Immobilieninvestoren, Mietkauf, Mietkauf, Immobilienfinanzierung, Immobilieninvestoren, on März 14, 2017 at 10:26 am

Der Deutsche Immobilienfinanzierungsindex (DIFI) ist im ersten Quartal 2017 zum vierten Mal in Folge gesunken. Erstmals seit 2012 ist er sogar wieder in den negativen Bereich abgerutscht. Sowohl bei der Einschätzung der vergangenen sechs Monate als auch bei den Erwartungen für das kommende halbe Jahr sind die Einschätzungen deutlich gesunken.

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Der von Jones Lang LaSalle (JLL) und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erhobene DIFI ist im ersten Quartal 2017 von 16,4 auf minus 12,0 Punkte gesunken. Damit ist der Index nicht nur zum vierten Mal in Folge gefallen, sondern erstmals seit dem vierten Quartal 2012 wieder im negativen Bereich. Das Klima am Markt für gewerbliche Immobilienfinanzierungen trübt sich somit erkennbar ein.

Rück- und Ausblick eingetrübt
Der Stimmungsverlust beruht sowohl auf Rückgängen bei der Einschätzung der vergangenen sechs Monate als auch bei den Erwartungen für die kommenden sechs Monate. Die entsprechenden Teilindizes aus positiven und negativen Einschätzungen sind um 17,7 auf minus 1,3 Punkte beziehungsweise um 14,9 auf minus 22,6 Punkte gesunken.

Vorbereitung auf Umschwung
Allerdings müsse man laut den Studienautoren berücksichtigen, dass jeweils ungefähr drei Viertel der befragten Finanzierungsexperten keine Änderung der Finanzierungssituation sehen und auch keine Änderung der Finanzierungsbedingungen auf Halbjahressicht erwarten. Der anhaltende Trend in Richtung pessimistischer Einschätzungen deute dennoch darauf hin, dass sich die Umfrageteilnehmer auf einen Umschwung der Finanzierungsbedingungen vorbereiten. (mh)

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VAG § 314 Zahlungsverbot; Herabsetzung von Leistungen!………..

In Immobilienfinanzierung, Immobilieninvestoren, Mietkauf, Mietkauf, Immobilienfinanzierung, Immobilieninvestoren, on März 14, 2017 at 10:07 am

Publiziert am von Bernd Schmid

1) Ergibt sich bei der Prüfung der Geschäftsführung und der Vermögenslage eines Unternehmens, dass dieses für die Dauer nicht mehr imstande ist, seine Verpflichtungen zu erfüllen, die Vermeidung des Insolvenzverfahrens aber zum Besten der Versicherten geboten erscheint, so kann die Aufsichtsbehörde das hierzu Erforderliche anordnen, auch die Vertreter des Unternehmens auffordern, binnen bestimmter Frist eine Änderung der Geschäftsgrundlagen oder sonst die Beseitigung der Mängel herbeizuführen. Alle Arten Zahlungen, besonders Versicherungsleistungen,    Gewinnverteilungen und bei Lebensversicherungen der Rückkauf oder die Beleihung des   Versicherungsscheins sowie Vorauszahlungen darauf, können zeitweilig verboten werden. Die Vorschriften der Insolvenzordnung zum Schutz von Zahlungs- sowie Wertpapierliefer- und -abrechnungssystemen sowie von dinglichen Sicherheiten der Zentralbanken und von Finanzsicherheiten finden entsprechend Anwendung.    

(2) Unter der Voraussetzung in Absatz 1 Satz 1 kann die Aufsichtsbehörde, wenn nötig, die Verpflichtungen eines Lebensversicherungsunternehmens aus seinen Versicherungen dem Vermögensstand entsprechend herabsetzen. Dabei kann die Aufsichtsbehörde ungleichmäßig verfahren, wenn es besondere Umstände rechtfertigen, namentlich wenn bei mehreren Gruppen von Versicherungen die Notlage des Unternehmens mehr in einer als in einer anderen begründet ist. Bei der Herabsetzung werden, soweit Deckungsrückstellungen der einzelnen Versicherungsverträge bestehen, zunächst die Deckungsrückstellungen herabgesetzt und danach die Versicherungssummen neu festgestellt, sonst diese unmittelbar herabgesetzt. Die Pflicht der Versicherungsnehmer, die Versicherungsentgelte in der bisherigen Höhe weiterzuzahlen, wird durch die Herabsetzung nicht berührt.

(3) Die Maßnahmen nach den Absätzen 1 und 2 können auf eine selbständige Abteilung des Sicherungsvermögens (§ 66 Abs. 7) beschränkt werden.

Quelle: http://www.versicherungsgesetze.de

(1) Ergibt sich bei der Prüfung der Geschäftsführung und der Vermögenslage eines Unternehmens, dass dieses für die Dauer nicht mehr imstande ist, seine Verpflichtungen zu erfüllen, die Vermeidung des Insolvenzverfahrens aber zum Besten der Versicherten geboten erscheint, so kann die Aufsichtsbehörde das hierzu Erforderliche anordnen, auch die Vertreter des Unternehmens auffordern, binnen bestimmter Frist eine Änderung der Geschäftsgrundlagen oder sonst die Beseitigung der Mängel herbeizuführen. Alle Arten Zahlungen, besonders Versicherungsleistungen, Gewinnverteilungen und bei Lebensversicherungen der Rückkauf oder die Beleihung des Versicherungsscheins sowie Vorauszahlungen darauf, können zeitweilig verboten werden. Die Vorschriften der Insolvenzordnung zum Schutz von Zahlungs- sowie Wertpapierliefer- und -abrechnungssystemen sowie von dinglichen Sicherheiten der Zentralbanken und von Finanzsicherheiten finden entsprechend Anwendung.

(2) Unter der Voraussetzung in Absatz 1 Satz 1 kann die Aufsichtsbehörde, wenn nötig, die Verpflichtungen eines Lebensversicherungsunternehmens aus seinen Versicherungen dem Vermögensstand entsprechend herabsetzen. Dabei kann die Aufsichtsbehörde ungleichmäßig verfahren, wenn es besondere Umstände rechtfertigen, namentlich wenn bei mehreren Gruppen von Versicherungen die Notlage des Unternehmens mehr in einer als in einer anderen begründet ist. Bei der Herabsetzung werden, soweit Deckungsrückstellungen der einzelnen Versicherungsverträge bestehen, zunächst die Deckungsrückstellungen herabgesetzt und danach die Versicherungssummen neu festgestellt, sonst diese unmittelbar herabgesetzt. Die Pflicht der Versicherungsnehmer, die Versicherungsentgelte in der bisherigen Höhe weiterzuzahlen, wird durch die Herabsetzung nicht berührt.

(3) Die Maßnahmen nach den Absätzen 1 und 2 können auf eine selbständige Abteilung des Sicherungsvermögens (§ 66 Abs. 7) beschränkt werden.

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Quelle: http://www.versicherungsgesetze.de


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Bundesrat will umfassenderen Schutz für Immobilienkreditnehmer…………….

In Immobilienfinanzierung, Immobilieninvestoren, Mietkauf, Mietkauf, Immobilienfinanzierung, Immobilieninvestoren, on März 11, 2017 at 9:47 am

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Der Bundesrat fordert von der Bundesregierung einen besseren Schutz für Kreditnehmer, die eine Wohnimmobilie finanzieren. Dabei setzt er auf eine Aufweichung der Kreditwürdigkeitsprüfung bei Anschlussfinanzierungen.

Schutz für Kreditnehmer?  

Der Bundesrat sieht beim Gesetzentwurf der Bundesregierung, der die EU-Richtlinien zur Vergabe von Wohnimmobilienkrediten lockern soll, trotz positiver Ansätze noch Verbesserungsbedarf. In seiner Stellungnahme vom 10. Februar verlangt der Rat mehr Sicherheit bei der Anschlussfinanzierung sowie der Umschuldung von Förderdarlehen innerhalb eines Kreditinstitutes. Banken sollen die Kreditnehmer bei beiden Finanzierungen in Zukunft nicht mehr verschärft auf ihre Kreditwürdigkeit prüfen. Auf diese Weise würden insbesondere die Rechte von älteren Menschen und Selbstständigen gestärkt.

Bundesregierung weicht EU-Richtlinie auf
In ihrem vorgelegten Gesetzentwurf fordert die Bundesregierung, die harten EU-Kreditrichtlinien für die Vergabe von Wohnimmobilien in Zukunft verbraucherfreundlicher zu gestalten. Sie schlägt vor, die Rechtssicherheit bei der Kreditwürdigkeitsprüfung für die Kreditnehmer zu verbessern und die Kreditvergabe für Bau und Renovierung zu vereinfachen. Darüber hinaus bereitet sie die Einführung der sogenannten „Immobilienverzehrkredite“ vor. Bei der Vergabe dieser Kredite gewährt die Bank älteren Menschen ein Darlehen auf ihr Haus. Nach dem Ableben des Eigentümers verkauft die Bank das Haus und erwirtschaftet so den ausgezahlten Kredit zurück. Diese Art des Immobiliengeschäftes kann für eine finanzielle Absicherung im Alter sorgen.

EU-Richtlinien sollen Immobilienblase verhindern
Das Europäische Parlament hatte die Richtlinien zur Kreditvergabe im vergangenen März verschärft, um die Bildung von Immobilienblasen zu verhindern. Seitdem gilt eine härtere Bonitätsprüfung für Personen, die ein Darlehen zur Finanzierung einer Immobilie beantragen. Antragsteller mit unsicheren Vermögensverhältnissen – dazu zählen Selbstständige mit schwankendem Einkommen, einkommensschwache junge Familien und älteren Menschen – haben es seither besonders schwer, ein Darlehen zu erhalten.

Bonitätsprüfung: Kriterien der Kreditvergabe
Ob eine Bank einen Kredit vergibt oder nicht, hängt in erster Linie von der „Bonität“, also der Zahlungsfähigkeit, des Antragstellers ab. Je zuverlässiger diese von der Bank eingeschätzt wird, desto niedriger fallen die Zinsen für das Darlehen aus. Denn: Der Zinssatz richtet sich unter anderem nach dem finanziellen Risiko, das das Kreditinstitut mit dem Gewähren eines Darlehens eingeht. Die Bonität eines Antragstellers ermitteln Banken aus dessen Einkommen, dem Arbeitsverhältnis, einer SCHUFA-Auskunft sowie dem Vermögen und den Ausgaben des Kunden. Diese Kriterien müssen in einem angemessenen Verhältnis zur Höhe des beantragten Kredites stehen.

Folgende Rahmendbedingungen beeinflussen die Entscheidung für ein Darlehen negativ:

fortgeschrittenes Alter: Die Altersgrenze für Kredite liegt bei den meisten Kreditinstituten bei 70 Jahren.
Selbstständigkeit: anders als bei Festangestellten schwankt das monatliche Einkommen eines Selbstständigen. Damit ist es nur bedingt planbar.
befristetes Arbeitsverhältnis/Probezeit: Ebenso wie beim Selbstständigen besteht hier keine langfristige finanzielle Sicherheit durch ein regelmäßiges Einkommen.
geringes Einkommen: Wer über geringe finanzielle Mittel verfügt, gerät schneller in Zahlungsnot und kann die Tilgungsraten nicht bedienen. Zudem besteht ein Ungleichgewicht zwischen der Höhe eines Immobilienkredites und den zur Verfügung stehenden Zahlungsmitteln.

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Kann ein Maklervertrag auch per E-Mail zustande kommen?

In Immobilienfinanzierung, Immobilieninvestoren, Mietkauf, Mietkauf, Immobilienfinanzierung, Immobilieninvestoren, on März 9, 2017 at 9:20 am

Kann ein Maklervertrag auch per E-Mail zustande kommen?

Die Digitalisierung ist zweifellos auch in der Immobilienbranche immer stärker auf dem Vormarsch. Bei rechtsgültigen Verträgen zählt aber in aller Regel noch die analoge Kombination aus Stift und Papier. Doch kann ein Maklervertrag auch per E-Mail zustande kommen?

„Die Berufszulassungsregeln werden zu einer Bereinigung des Maklermarktes führen“
Kann ein Maklervertrag auch per E-Mail zustande kommen?

Maklervertrag auch konkludent Zustandekommen?
Von Wirtschaftsjurist und BVFI-Präsident Helge Norbert Ziegler
Wie bereits in dem Fachartikel „Kann ein Maklervertrag auch konkludent Zustandekommen?“ ausführlich erläutert, können Maklerverträge wie andere Verträge, bei denen keine Formerfordernis vorgeschrieben ist, durch schlüssiges, also konkludentes Verhalten nach dem Grundsatz von Angebot und Annahme durch zwei beidseitig übereinstimmende Willenserklärungen zustande kommen. In diesem Artikel wurde auch der Unterschied zwischen „stillschweigend“ und „Schweigen“ erläutert. Letzteres ist keine Willenserklärung, wenn überhaupt am ehesten eine ablehnende.

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Hier geht es nun darum, ob eine Maklervertag auch per E-Mail abgeschlossen werden kann.

Der per E-Mail abgeschlossene Maklervertrag
Zur Frage des Zustandekommens des Maklervertrages sowie, was das Angebot und was die Annahme ist, sind zwei unterschiedliche Vorgehensweisen zu betrachten. Beide schließen sich gegenseitig nicht aus, sondern ergänzen sich eher zugunsten des Maklers.

1. Variante
Der Makler informiert öffentlich über die zur Vermittlung anstehende Immobilie. In dieser Information des Maklers ist ein „Angebot an Jedermann“ zu sehen (Invitatio ad offerendum). Dabei handelt es sich nicht um ein verbindliches Angebot. Im Folgenden wird nun vorausgesetzt, das der Makler zum Ausdruck bringt, dass er als solcher handelt und im Erfolgsfalle die bezifferte Provision begehrt.

Nimmt nun ein Interessent mit ihm den Kontakt auf, ist darin das Angebot des Interessenten zu sehen, mit dem Makler einen Vertrag zu den im Exposé genannten Provisionssätzen abschließen zu wollen. Entfaltet der Makler seine Tätigkeit, wird darin die Annahme des Angebotes gesehen. Der Maklervertrag ist zustande gekommen.

2. Variante
Übermittelt der Immobilienmakler einem Interessenten das Exposé der zur Vermittlung anstehenden Immobilie, das ein eindeutiges Provisionsverlangen des Maklers enthält, liegt darin das Angebot auf Abschluss eines Maklervertrags. Dieses Angebot nimmt der Kaufinteressent beispielsweise dann an, wenn er vom Makler weitere Unterlagen wünscht oder um die Vereinbarung eines Besichtigungstermins bittet. Der Abschluss des Maklervertrages erfolgt in einem derartigen Fall nicht erst dann, wenn der Kaufinteressent die Unterlagen erhält oder den Besichtigungstermin mit dem Makler wahrnimmt, sondern mit der Kontaktaufnahme des Interessenten mit dem Makler.

Achtung: Widerrufsrecht nach dem Fernabsatzgesetz
Ist die Übersendung des Exposés per E-Mail erfolgt und hat der Kaufinteressent den Besichtigungstermin fernmündlich vereinbart, ist der Maklervertrag unter ausschließlicher Verwendung von Fernkommunikationsmitteln zustande gekommen. Gleiches gilt, wenn der Immobilienmakler auf einer Onlineplattform die Immobilie bewirbt und der Kontakt auf elektronischem oder telefonischem Weg hergestellt wird. Dann ist der Maklervertrag ebenso unter Verwendung von Fernkommunikationsmitteln zustande gekommen.

Für auf diese Weise geschlossene Maklerverträge besteht seit dem 13.06.2014 ein gesetzliches Widerrufsrecht von 12 Monaten + 14 Tagen, das sich bei Belehrung über das Widerrufsrecht auf 14 Tage verkürzt.

Es gibt Rechtsprechungen, die dem Verbraucher auch ein Widerrufsrecht für vor dem 13.06.2014 abgeschlossene Maklerverträge einräumen. Für diese Maklerverträge erlischt das Widerrufsrecht mit Ablauf des 27.06.2015, sofern der Makler den Verbraucher über das Widerrufsrecht nicht belehrt haben sollte.

Fazit:
1. Ja, ein Maklervertrag kann auch per E-Mail zustande kommen. Den Nachweis hat der Makler zu erbringen. Wichtig ist dabei, dass der Makler zum Ausdruck bringt, dass er als Makler handelt und im Erfolgsfalle eine Provision begehrt (siehe Fall Boateng in München). Ein schriftlicher Vertrag bringt den Makler auf die sicherere Seite.

2. Nahezu alle Maklerverträge kommen unter Verwendung von Fernabsatzmitteln zustande oder sie werden außerhalb der Geschäftsräume geschlossen. Daher sollte ein Makler stets die Widerrufsbelehrung nachweisbar dem anderen Vertragspartner aushändigen. Andernfalls läuft er Gefahr, trotz erfolgreich vermittelter Immobilie seinen Provisionsanspruch zu verlieren.

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Consulting Berater sind gefragt wie nie……………..

In Immobilienfinanzierung, Immobilieninvestoren, Mietkauf, Mietkauf, Immobilienfinanzierung, Immobilieninvestoren, on März 9, 2017 at 8:20 am

Firmen engagieren Berater zur Datenanalyse und Strategiefindung. Quelle: dpa

Firmen engagieren Berater zur Datenanalyse und Strategiefindung.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Markt der Unternehmensberater wächst seit Jahren ungebrochen stark. 2017 dürfte die Branche auf ein weiteres Rekordjahr zusteuern. Was steckt hinter dem Boom der oft gescholtenen Zunft?

DüsseldorfUnternehmensberater werde für ihre Dienste oft gescholten, manche halten ihren Rat sogar für überbewertet. Doch in den deutschen Unternehmen werden die Consultants so stark wie noch nie gebucht. Um 7,4 Prozent auf 29 Milliarden Euro ist der Umsatz der Branche im vergangenen Jahr gestiegen, heißt es in der am Mittwoch vorgestellten Marktstudie des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater (BDU). Und das laufende Jahr hat prächtig begonnen. Für 2017 prognostiziert der BDU ein weiteres Wachstum von 8,3 Prozent.

Als Treiber hinter diesem nun seit mehreren Jahren anhaltenden Boom hat der BDU die Digitalisierung in den Unternehmen ausgemacht. Deren Management bucht die Dienste der Consultants, um das eigene Geschäft schnellstmöglich auf die Digitalwelt umzustellen. Dabei geht es um die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Hilfe bei der Analyse der Datenmengen, um strategische Entscheidungen besser treffen zu können. Klassische Strategieberatung war 2016 ebenso gefragt wie die Verbesserung von Prozessen und der IT, heißt es in der Studie.

Die starke Nachfrage zog sich nach Angaben des BDU quer durch alle großen Kundenbranchen. Am meisten gebucht werden Berater von der Automobilindustrie, von Banken und Versicherungen, der Konsumgüterindustrie sowie von Healthcare-Unternehmen – alles Branchen, die bereits mitten im digitalen Wandel stecken. In diesem Jahr dürfte aus Sicht des Verbands die Chemie- und Pharmaindustrie zu einem starken Treiber werden, die sich derzeit neu ordnet.

Der Fokus auf die Digitalisierung verändert auch die Berater selbst rasant. Klassische Consulting- und IT-Themen sowie kommunikativen Aufgaben spielen immer enger zusammen, beobachtet der neue BDU-Präsident Ralf Strehlau. Das führt auch zu Übernahmen: So kaufte das Beratungshaus Accenture jüngst die Digitalagentur Sinner-Schrader. „Wir werden sicherlich noch weitere Deals sehen“, erwartet Strehlau.

Die gute Geschäftslage wirkt sich auf das Recruiting der Consultingfirmen aus. 2016 sind rund 6000 zusätzliche Arbeitsplätze in den Consultingfirmen geschaffen worden, davon 5000 auf Beraterebene. Für 2017 planen drei von vier der großen Unternehmensberatungen planen zusätzliche Einstellungen von Senior- und Juniorberatern. Bei den mittelgroßen Anbietern sieht es ähnlich aus.

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Italienische Behörde ergreift harte Maßnahmen gegen OneCoin………………..

In Immobilienfinanzierung, Immobilieninvestoren, Mietkauf, Mietkauf, Immobilienfinanzierung, Immobilieninvestoren, on März 8, 2017 at 3:13 pm

OneCoin

Italienische Behörde ergreift harte Maßnahmen gegen OneCoin
Corinna Brandau 6. März 2017 Recht, Regulierung, Sicherheit, Unternehmen Leave a comment

Eine italienische Aufsichtsbehörde hat die Tätigkeit für verschiedene Geschäftsstellen von OneCoin eingestellt. Bei den Kapitalanlagen der Kryptowährung soll es sich um einen Betrug handeln.

Im vergangenen Monat hatte die italienische Kartellbehörde, eine eigenständige und regierungsunabhängige Organisation mit Fokus auf dem Verbraucherschutz, eine „vorsorgliche Aussetzung“ angeordnet. Die Kartellbehörde in Italien wird durch das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung finanziert.

Das Kartellamt sagte, dass seine Ermittlungen gegen OneCoin, die bereits im Dezember des letzten Jahres mit drei einstweiligen Verfügungen gegen Niederlassungen begannen, ans Licht gebracht hätten, dass der Großteil des erwirtschafteten Geldes des Unternehmens durch Anwerbung regeneriert wurde. Diejenigen, die auf den Betrug von OneCoin reingefallen waren, kauften sogenannte Tokens, die später auf einer Webseite an andere verkauft werden sollten, jedoch erst nachdem diese neue Käufer für die Tokens gefunden hätten.

Das Kartellamt sagte (in einer übersetzten Stellungnahme):

„Tatsächlich kommt der Großteil des Gewinns nicht durch den Verkauf der virtuellen Währung OneCoin, sondern durch die Gebühren, die Kunden zahlen müssen, um an dem System teilnehmen zu dürfen, welches notwendig ist um Profit zu machen und neue Kunden zu gewinnen. Dieses Arrangement ist die typische Dynamik eines Pyramidensystems.“

Das Handeln der italienischen Behörde ist bisher das aggressivste Vorgehen gegen OneCoin. Bereits seit längerer Zeit steht OneCoin in heftiger Kritik, da es seinen Kunden große Gewinne mit seiner Kryptowährung verspricht.

Mehrere Zentralbanken, wie die Zentralbanken von Nigeria und Uganda, haben negative Gutachten über das System veröffentlicht.

Aufsichtsbehörden in Belgien und in Großbritannien haben Konsumenten über OneCoin gewarnt. Außerdem soll die englische Polizei bereits Ermittlungen gegen das Unternehmen anstellen.

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„Ein guter Immobilienmakler ist immer sein Geld wert“……….

In Immobilienfinanzierung, Immobilieninvestoren, Mietkauf, Mietkauf, Immobilienfinanzierung, Immobilieninvestoren, on März 8, 2017 at 10:02 am

„Ein guter Immobilienmakler ist immer sein Geld wert“

Bestellerprinzip, miserables Image, Regulierungswahn und vieles mehr stellen die Immobilien-Mittelständler vor immense Herausforderungen. Was hat das für Folgen und wie findet man sich in diesem Umfeld zurecht? ImmoCompact fragt wieder nach bei deutschen Immobilienmaklern. Diesmal bei Daniela Klein von Immobilien Fair & Freundlich ®.

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Frau Klein, was zeichnet einen starken und zukunftsfähigen Immobilienmakler aus?
Ein guter Makler hat schon immer kundenorientiert gearbeitet und wird das auch weiterhin tun. Die Kunden erwarten Flexibilität, kundenorientiertes Arbeiten und bestmögliche Betreuung bis zum Vertragsabschluss. Der Kunde war immer König, ist König und muss König bleiben.

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Wie stark hat das Bestellerprinzip die deutsche Immobilienwirtschaft verändert?
Hatten wir früher die Möglichkeit, auch dem ein oder anderen Mietinteressenten eine Wohnung anzubieten, der auf den ersten Blick nicht dem gängigen Wunschmieter entsprach, so ist das nun nahezu unmöglich. Gerade die sozial Schwachen, für die das Bestellerprinzip ja (angeblich) gedacht ist, haben jetzt noch schlechtere Karten. Die klassischen Wunschmieter sind die Doppelverdiener mittleren Alters ohne Kinder und ohne Tiere. Sehr schwer ist es auch für diejenigen geworden, die berufsbedingt in eine andere Stadt ziehen müssen. Viele würden gerne nach wie vor Provision bezahlen, um sich Zeit und Kosten für unzählige Besichtigungen zu sparen. Ich mache Vermietungen nur noch im Ausnahmefall, Suchaufträge kann ich aus wirtschaftlichen Gründen nicht annehmen – zu groß ist hier die Gefahr, dass man auf einem Objekt „sitzenbleibt“. Auch sind die Vermieter nicht bereit, zusätzlich zur Provision auch noch Renovierungsarbeiten wie einen neuen Anstrich oder neue Bodenbeläge zu übernehmen. Vor der Einführung des Bestellerprinzips konnten wir solche Dinge oft für den Mieter „raushandeln“. Diese Zusatzkosten belasten den Mieter zum Teil mehr, als die Courtage es getan hätte.

Wie lässt sich das Image der Immobilienmakler verbessern?
Für das schlechte Image der Makler sind weniger die Makler selbst, als vielmehr Politik und Presse verantwortlich. Schwarze Schafe, die es in jeder Branche gibt, finden über Printmedien und TV fast täglich den Weg in die deutschen Wohnzimmer, entsprechende TV-Formate tun ihr übriges. Man hört und liest nie etwas über den Mehrwert eines Maklers – in den Augen der Bevölkerung sperrt ein Makler nur die Tür auf und kassiert dafür viel Geld. Hier würde ich mir mehr Aufklärung wünschen.

Wie wichtig sind dabei die neuen Berufszulassungsregeln?
Ich glaube nicht, dass Berufszulassungsregelungen aus einem schlechten Makler einen guten machen. Es ist auch nicht jeder Arzt ein guter Arzt, nur weil er sein Studium abgeschlossen hat. Freude am Beruf, am Umgang mit Menschen, kundenorientiertes Denken und Handeln, Empathie und permanente Fortbildung sind meiner Meinung nach wesentlich wichtiger als irgendwelche Sachkundenachweise, über deren Qualität man sicherlich unterschiedlicher Meinung sein wird.

Wie stark belasten Sie die insgesamt ständig neuen Gesetze und Regulierungen?
EnEV, Widerruf, Bestellerprinzip, Mietpreisbremse und Co. verunsichern nicht nur die Makler, sondern ganz besonders auch Mieter und Käufer. Die meisten haben davon noch nie etwas gehört, bis sie auf Wohnungssuche gehen und sind – verständlicherweise – total überfordert. Selbst von Fachanwälten bekommt man zum Teil gegensätzliche Aussagen zu dem ein oder anderen Thema. Die Politiker wären gut beraten, sich bei einer so massiven Einmischung in den Immobilienmarkt von den entsprechenden Stellen „bürgernah“ begleiten zu lassen und nicht mit irrwitzigen Gesetzen und Regulierungen auf „Stimmenfang“ zu gehen. Den Mietern tun sie damit nämlich überhaupt keinen Gefallen – auch wenn es erstmal so aussieht.

Was sind die größten Fehler, die Hauskäufer und Eigentümer machen?
Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, wird der Makler in den Augen der Öffentlichkeit fast immer nur als „Türöffner“ dargestellt, der ansonsten keine Ahnung hat. Genau das ist aber falsch – wir Makler sind genau diejenigen, die den Markt mit all seinen Fallstricken kennen. Ein guter Makler ist immer sein Geld wert und es ist vermessen zu denken, als Laie könne man das genauso gut oder besser, wenn gleichzeitig nach Sachkundenachweisen gerufen wird. Ich bin immer wieder erstaunt, wie wenig Ahnung Käufer und Verkäufer nicht nur vom Prozedere eines Kaufs oder Verkaufs, sondern auch von der Materie selbst mit all ihren Tücken haben. (mh)

Sie wollen auch ein Makler-Interview für ImmoCompact, dem Fachmagazin für die Immobilienwirtschaft, geben? Dann tragen Sie einfach hier Ihre Daten ein.

Daniela Klein                                                                       Vollständiges Impressum

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