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Ein Multimillionär verrät zwei seiner Erfolgsstrategien……………

In Immobilienfinanzierung, Immobilieninvestoren, Mietkauf, Mietkauf, Immobilienfinanzierung, Immobilieninvestoren, on Juni 8, 2017 at 2:55 pm

rainer zitelmann

Der folgende Text ist ein Auszug aus der Biografie „Wenn du nicht mehr brennst, starte neu. Mein Leben als Historiker, Journalist und Investor“ von Dr. Rainer Zitelmann (Foto). Das Buch ist im Finanzbuch Verlag erschienen.

Sieh die Welt, wie sie ist, nicht, wie du sie dir wünschst und nicht wie »man« sie sehen soll.

Ich strenge mich an, die Welt so zu sehen, wie sie ist. Ist das nicht banal? Würde das nicht jeder Mensch für sich beanspruchen? Mag sein. Aber bei vielen Menschen vermengen sich tatsächlich Wunschdenken und Realitätserfassung. Das ist sogar inzwischen wissenschaftlich durch die Forschungen der Behavioral Economics erwiesen.

Verständlich ist, dass sich die Anhänger einer Fußballmannschaft wünschen, sie möge siegen. Aber eigenartig ist schon, dass die An
hänger beider Mannschaften auch überwiegend felsenfest daran glauben, dass es so kommen wird. »Der Wunsch ist der Vater des Gedankens«, sagt ein Sprichwort. Ich fand es stets wichtig, gegen diese allzumenschliche Tendenz zum Wunschdenken anzukämpfen.

Ich glaube einfach nicht daran, dass man taugliche Erfolgsstrategien entwickeln kann, wenn man sich selbst betrügt und vom Wunschdenken leiten lässt. Optimismus hat nicht nur Vorteile, sondern führt oft zu einer verzerrten Wahrnehmung der Wirklichkeit. Ich habe viele Unternehmer scheitern sehen, weil sie unbeirrt positiv dachten – auch als alle Fakten dagegensprachen.

Cover_Zitelmann

„Wenn du nicht mehr brennst, starte neu“, 320 Seiten, 24,99 Euro

Sie haben nicht rechtzeitig die Reißleine gezogen und stattdessen gutes Geld schlechtem hinterher geworfen. Sie wurden Opfer ihres Überoptimismus. Forschungen bestätigen, dass Überoptimismus eine der am meisten verbreiteten kognitiven Verzerrungen ist. Es mag oft unbequem oder manchmal sogar schmerzhaft sein, die Realität so zu sehen, wie sie ist. Doch mein Motto lautete stets: »Man soll keinen anderen Menschen betrügen, aber vor allem nicht sich selbst.« Können wir die Realität überhaupt erkennen?

Manche Wissenschaftler bestreiten das – für sie ist alles nur ein sprachliches »Konstrukt«. Eine objektive Realität gebe es nicht. Diese Wissenschaftler erinnern mich an jene Philosophen, deren Tagung an einem großen Fluss stattfand. Sie diskutierten heftig darüber, ob es eine objektive Realität gebe. Der Fluss trat über und am Ende ertranken viele von ihnen. Könnten wir die Realität nicht erkennen und handelte es sich bei unseren Theorien nur um subjektive Konstrukte, dann wäre es unmöglich, Menschen zum Mond zu schicken.

Ob eine Annahme oder Theorie die Realität zutreffend widerspiegelt oder nicht, merken wir an den praktischen Ergebnissen. Der Unternehmer, der von falschen Voraussetzungen ausgeht und sich selbst betrügt, wird das in der Regel letztlich an geringeren Gewinnen oder gar Verlusten ablesen können. Es hindert Menschen auch daran, die Realitäten zu erkennen, wenn sie sozial erwünschte, wohlklingende Lebensweisheiten so lange wiederholen, bis sie sie am Ende selbst glauben.

Viele dieser Lebensweisheiten dienen ganz offensichtlich eher dem Trost der Zukurzgekommenen, als dass sie zutreffend die Realität beschreiben: »Es kommt nicht auf das Aussehen an, sondern auf die inneren Werte« ist einer der Sprüche, die ganz offensichtlich nicht stimmen. Im Grunde weiß das jeder – und es ist sogar durch wissenschaftliche Forschungen belegt. Verständlich ist, dass Menschen, die nicht mit einem guten Aussehen gesegnet sind, sich wünschen, das Aussehen möge keine Rolle spielen. Aber jede schöne Frau weiß, dass ihre Chancen, einen erfolgreichen Mann zu erobern, größer sind als die einer unattraktiven Frau.»Geld ist nicht wichtig« – das sagen entweder jene, die keines haben, um sich damit zu trösten, oder jene, die mehr als genug davon angehäuft und vergessen haben, wie es ist, mit sehr wenig Geld auskommen zu müssen. Millionen spielen jede Woche Lotto, um reich zu werden, Arbeiter streiken für höhere Löhne und leitende Angestellte arbeiten – leider – manchmal bis zum Burnout, um die nächste Karrierestufe zu erreichen. Sie tun das alles, weil sie wissen, dass Geld wichtig ist.

Wenn du nie scheiterst, hast du dir deine Ziele zu klein gesteckt.

Wer selbstbewusst ist, setzt sich immer größere Ziele. Aber kein Mensch hat stets nur Erfolge. Das Scheitern gehört zum Leben dazu – und ich habe das nie negativ gesehen. Manche Prediger des positiven Denkens verkünden, das Schlimmste sei es, aufzugeben. Ich finde das nicht. Als ich erkannte, dass ich mit meiner CAT Model Management AG und meinem »ambition Verlag« finanziell nicht erfolgreich sein würde, gab ich diese Aktivitäten auf. Wäre es
besser gewesen, weitere Hunderttausende oder gar Millionen Euro in diese Unternehmen zu investieren, nur um Recht zu behalten?

Ich bin letztlich bei der »Welt« mit meinem Versuch gescheitert, der Zeitung ein neues Profil zu geben. Ich hatte meine Kräfte über- und die Gegenkräfte unterschätzt. Ich habe Fehler gemacht, die schließlich dazu führten, dass ich als Ressortleiter der »Geisti gen Welt« zurücktreten musste.

Mir hat die Zeit dieser Kämpfe aber eine Menge Spaß gemacht, und ich setzte damit Signale, die etwas bewirkt haben. Wer sich stets neue, ambitionierte Ziele steckt, wird häufiger scheitern. »Wenn dir alles gelingt, was du versuchst, dann versuchst du nicht genug«, meinte Gordon Moore, der amerikanische Computerpionier und Mitbegründer von Intel. Gewinner sind nicht deshalb Gewinner, weil ihnen alles gelingt.

Im Gegenteil: Gewinner setzen sich große Ziele und experimentieren auf dem Weg, diese zu erreichen. Sie verlangen keine Garantie, dass etwas gelingen wird, bevor sie es anpacken. Sie wissen und akzeptieren, dass vieles von dem, was sie ausprobieren, scheitern wird. »Wenn du nicht hin und wieder scheiterst, dann tust du sicher nichts sonderlich Einfallsreiches«, hat der amerikanische Schauspieler und Regisseur Woody Allen treffend gesagt.

Ich habe in diesem Buch von Krisen berichtet und von schwierigen Herausforderungen, von Niederlagen und Rückschlägen. Ich finde all dies nicht ungewöhnlich für jemanden, der Freude am Widerspruch hat, gerne gegen den Strom schwimmt und immer wieder neue Herausforderungen sucht. Menschen, die ein sehr gleichförmiges Leben leben, ohne größere Krisen und Rückschläge, versäumen meiner Meinung nach viel: Da sie nie ihre Grenzen ausloten, finden sie auch niemals heraus, was in ihnen wirklich steckt.

Ich wollte stets wissen, was ich wirklich erreichen kann. Deshalb bin ich beispielsweise Unternehmer geworden. Denn es gibt nur eine Möglichkeit, das herauszufinden und das eigene Potenzial auszuloten: Indem man Neues wagt und dabei unbekanntes Terrain erkundet.Seit dem Jahr 1999 führe ich ein »Traumalbum«, in dem ich jedes Jahr meine Ziele aufschreibe. Auf der ersten Seite habe ich in ganz großer Schrift ein Zitat abgeschrieben, von dem ich heute nicht mehr weiß, in welchem Buch ich es gefunden habe: »Das Versagen ist nicht das Schlimmste, das uns widerfahren kann. Das Schlimmste ist, gar nicht erst zu versuchen, unsere Wünsche zu befriedigen. Wenn Sie es versuchen, haben Sie in jedem Fall eine Chance auf Erfolg. Wenn Sie es nicht versuchen, haben Sie bereits versagt.«

Die größten Krisen, die ich in meinem Leben durchzustehen hatte, waren jeweils der Auftakt zu den größten Erfolgen. Zu Beginn des Jahres 1996 steckte ich in einer solchen tiefen Krise. Alles, was ich in den nachfolgenden zwei Jahrzehnten erreicht habe, insbesondere meine Erfolge als Unternehmer und Investor, verdanke ich dieser Krise – und meiner Reaktion darauf. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich Krisen brauche, die mich durcheinanderrütteln und zum Nachdenken bringen. Denn solange alles relativ gleichförmig verläuft, bin auch ich – das gebe ich zu – oft zu bequem, etwas in meinem Leben zu ändern.

Bild: Rainer Zitelmann

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