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Rhetorisch punkten mit Metaphern: Vorsicht achten!………..

In Immobilienfinanzierung, Immobilieninvestoren, Mietkauf, Mietkauf, Immobilienfinanzierung, Immobilieninvestoren, on Juli 10, 2017 at 4:05 pm

Rhetorisch punkten mit Metaphern: Vorsicht achten!

Hanspeter Reiter
geschrieben von Hanspeter Reiter

Einen Tatbestand besonders bildhaft darzustellen, dazu nutzen auch Sie wahrscheinlich gerne mal die ein oder andere Metapher. Achten Sie darauf, dann wirklich „im Bild“ zu bleiben …

Abgrund 1: Die Grünen

Pardon, einen Abgesang wollte ich vermeiden, wie er im Frühjahr 2017 für die Grünen verkündet wird, aufgrund der Wahlergebnisse bzw. Umfragezahlen in NRW und Bund. Ich möchte Sie vielmehr an treffende Sponti-Sprüche erinnern, aus der Vorläufer-Zeit: „Gestern standen wir noch vor dem Abgrund – heute sind wir schon einen grooooßen Schritt weiter!“. Ein typisches Beispiel für das „Misshandeln“ einer Metapher, seinerzeit allerdings sehr bewusst als Wortspieleingesetzt.

Abgrund 2: Norbert Röttgen

Ganz anders hier: Kurz vor der „Schicksals-Wahl“ in Frankreich wurde der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen sinngemäß mit diesen Worten zitiert: Je nach Ausgang des ersten Wahlgangs zum französischen Staatspräsidenten sei der Moment (u.a. für die EU) erreicht, der schon „jenseits des Abgrunds“ liege. Hmm, a bissal schief, das Wortbild, was meinen Sie? Denn wenn wir uns dann „jenseits“ befinden, haben wir offenbar erfolgreich den Sprung über den Abgrund absolviert?! Gemeint hat er offenbar eher den Sinn des oben zitierten Sponti-Spruchs … Dass dann letztlich statt befürchteter LePen doch Macron der neue Präsident wurde, hat das „verrückte“ Wortbild von Herrn Röttgen dann in den Hintergrund gerückt …

Abgrund 3: so geht´s!

Nun wissen wir, was er falsch gemacht hat – wie hätte er anders formulieren können, im gewählten Bild bleibend, das ja plastisch wie drastisch passend gewesen wäre? Denn schließlich möchte ich Sie anregen, auf Fehlern anderer zu lernen statt sich nur darüber zu mokieren … Welche Idee haben Sie? Gönnen Sie sich einen Moment, schauen nochmals in den Absatz über diesem hier, vielleicht auch noch eins höher … Vielleicht sind Sie hierauf gekommen: Norbert Röttgen hätte zum Beispiel so fortsetzen können: „… der Moment sei erreicht, in dem die EU nur noch durch zusätzliche Sicherungshaken vorm Absturz in den Abgrund gerettet werden könne“. Oder vielleicht doch einfacher: „… durch Einziehen eines Rettungsgitters…“. Oder gar „… nur durch einen beherzten Sprung über den Abgrund vor dem drohenden Absturz zu retten gewesen wäre.“

Oder es ist Ihnen noch eine andere Formulierung eingefallen?

Abgrund 4: Alternative?

…dann lassen Sie von sich lesen, einfach Mail an reiterbdw@aol.com! Ich danke Ihnen für Ihren Input mit einem ausführlichen Fachartikel zum Thema „Erfolgreich texten“ (pdf). Wobei übrigens immer gilt: Wenn eine Metapher sich derart sperrig erweist wie die vom Abgrund, wählen Sie am besten gleich eine andere. Da wäre wohl sogar die schon gar zu häufig durchgenudelte Nummer „… 5 vor 12“ treffender gewesen …

Bildnachweis: yurolaitsalbert / Adobe Stock

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