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Deutschland braucht mindestens 350.000 neue Wohnungen pro Jahr………

In Immobilienfinanzierung, Immobilieninvestoren, Mietkauf, Mietkauf, Immobilienfinanzierung, Immobilieninvestoren, on Juli 11, 2017 at 9:00 am

Deutschland braucht mindestens 350.000 neue Wohnungen pro Jahr

Deutschland braucht mindestens 350.000 neue Wohnungen pro Jahr

Bundesbauministerin Barbara Hendricks hat den neuen Wohngeld-Bericht der Bundesregierung vorgestellt. Darin empfiehlt sie, das Wohngeld zukünftig regelmäßig und bedarfsgerecht anzupassen. Um dem Wohnungsmangel zu beseitigen sollen bis 2020 mindestens 350.000 neue Wohnungen benötigt – pro Jahr.

Barbara Hendricks will das Wohngeld in Zukunft regelmäßig an die Miet- und Preisentwicklung anpassen. „Wir brauchen eine regelmäßige und bedarfsgerechte Anpassung des Wohngelds an die Mieten- und Preisentwicklung. Nur so können wir sicherstellen, dass nicht Tausende Familien in die Grundsicherung abrutschen oder aus ihrem vertrauten Stadtteil wegziehen müssen. Ich stelle mir einen Rhythmus von zwei Jahren vor. Mieterinnen und Mieter müssen sich auf ihr Wohngeld verlassen können“, so die Bundesbauministerin.

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Deutlich mehr Wohngeldempfänger

Durch eine regelmäßige Anpassung der staatlichen Zuwendung werde den regional unterschiedlichen Mietenentwicklungen und dem inflationsbedingten Kaufkraftverlust des Wohngelds Rechnung getragen. Der Wohngeldbericht zeige, dass die Anfang 2016 in Kraft getretene Reform des Wohngelds dringend geboten war: Aufgrund der Anpassung hat sich die Zahl der Wohngeld-Empfänger um 43% auf 660.000 Haushalte erhöht. Vor allem Familien mit Kindern habe die Erhöhung geholfen. Das durchschnittliche Wohngeld eines Zwei-Personen-Haushalts ist laut der Bundesregierung um über 60% von 114 auf 184 Euro pro Monat gestiegen.

„Trendumkehr angestoßen“

Der ebenfalls veröffentlichte Mietenbericht zeigt, dass die Dynamik auf den Wohnungsmärkten in den größten Städten, vielen Universitätsstädten und in städtisch geprägten Regionen weiter anhält. Von 2012 bis 2016 stiegen die Angebotsmieten um 16%. Die Bundesregierung habe frühzeitig in dieser Legislaturperiode auf die Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt reagiert. Mit über 375.000 genehmigten Wohnungen im Jahr 2016 und voraussichtlich mehr als eine Million fertiggestellter Wohnungen sei es gelungen, eine Trendumkehr anzustoßen.

Noch lange nicht am Ende

Deutschland sei aber noch lange nicht fertig gebaut. „Bis 2020 benötigen wir mindestens 350.000 neue Wohnungen pro Jahr“, so Hendricks. Damit die Wohnungen auch bezahlbar sind, müsse der Bund beim sozialen Wohnungsbau auch nach 2019 in der Verantwortung bleiben. Die Bereitstellung bezahlbarer Wohnungen sei schließlich eine der wichtigsten gesellschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit.

Engpass Bauland

Bauland entwickelt sich dem Regierungsbericht zufolge zum entscheidenden Engpassfaktor. Um eine verbilligte Abgabe der Liegenschaften des Bundes zu beschleunigen, hat das Bundeskabinett daher auch beschlossen, die Verbilligungsrichtlinie der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben hinsichtlich des erforderlichen Nachbesserungsbedarfs zu überprüfen. Der Staat müsse bei der Bereitstellung von Bauland voranschreiten. „Wir benötigen günstige Grundstücksflächen für die Schaffung von Wohnungen, insbesondere auch im sozialen Wohnungsbau“, so Hendricks abschließend. (mh)

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