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Diese Plattform will Frauen helfen, ihr Netzwerk auszubauen – für mehr Gleichberechtigung im Job..

In Immobilienfinanzierung, Immobilieninvestoren, Mietkauf, Mietkauf, Immobilienfinanzierung, Immobilieninvestoren, on Juli 31, 2017 at 12:02 pm

Diese Plattform will Frauen helfen, ihr Netzwerk auszubauen – für mehr Gleichberechtigung im Job

Durchgestartet ist eine wöchentliche Kolumne über die Tech- und Startup-Welt. In dieser Woche: Wer vorankommen will, braucht ein gutes Netzwerk. Warum das für Frauen ganz besonders gilt – und wie diese Plattform helfen will. Außerdem: Quartalszahlen von Google und Facebook.

Die Nachrichtenlage für Frauen in der Tech-Branche – und der Geschäftswelt im Allgemeinen – war in den letzten Woche nicht gerade rosig: Vorwürfe der sexuellen Belästigung bei Venture-Capital-Firmen wurden laut, einer Studie zufolge lenken Frauen Männer von der Arbeit ab (…). Und laut dem DIW Führungskräfte-Monitor verdienen Frauen in Führungspositionen schlechter, haben seltener junge Kinder und arbeiten deutlich mehr im Haushalt als Männer in ähnlichen Positionen. Willkommen im Jahr 2017!

Was also tun? Darüber habe ich schon vor einigen Wochen, im Rahmen der Heureka Conference, mit Natasha Birnbaum gesprochen. Natasha ist im Gründungsteam von Mogul, einer Plattform, die es Frauen weltweit ermöglichen will, ein Netzwerk aufzubauen, Informationen zu teilen, die sie interessieren und Wissen miteinander auszutauschen. Es geht darum, voneinander zu lernen – und so irgendwann dieselben Chancen zu haben wie Männer.

Ich habe mit Natasha darüber geredet, warum ein Netzwerk besonders für Frauen so wichtig ist – und wie Mogul dabei helfen will, Gleichberechtigung für Frauen zu schaffen.

Wie siehst du die Rolle von Frauen in der Geschäftswelt?

Ich war Teil des Gründungsteams von Mogul, habe aber schon davor immer mal mit all den anderen Frauen aus unserem Team zusammengearbeitet. Wir haben gemerkt, dass Frauen nicht wirklich was zu sagen hatten, dass sie nicht im selben Maße wie Männer an der Gesellschaft teilnahmen, dass sie nicht genauso viele Chancen oder Zugang zu Bildung hatten – und das überall auf der Welt.

Content-Sharing-Plattformen wie Reddit haben zu 90 Prozent männliche Nutzer, 91 Prozent der Wikipedia-Redakteure sind Männer. Die Stimmen von Frauen werden immer noch nicht gehört. Wir wollten herausfinden, wie wir Frauen mehr Mitspracherecht geben und ihren Zugang zu Bildung sowie ihre beruflichen Chancen steigern könnten. Unsere Idee war, Medien zu demokratisieren und für Frauen auf der ganzen Welt einen Ort zu schaffen, wo sie alle möglichen Inhalte hochladen können: Artikel, Jobs, Geschichten, Videos, Produkte. So können sie dann sehen, über welche Themen und Geschichten von Frauen auf der ganzen Welt gerade gesprochen wird.

Unsere CEO hat sich beigebracht zu programmieren und die allererste Version von Mogul selbst gebaut. Die war noch ganz schlicht; man konnte etwas hochladen und mit anderen Frauen teilen. Heute sieht die Seite natürlich ganz anders aus, viel schicker, aber es ist immer noch dasselbe Grundprinzip: Die Idee ist, Frauen zu stärken, indem man ihnen Zugang zu Informationen verschafft und die Möglichkeit gibt, sich mit anderen Frauen zu vernetzen.

Warum ist das so wichtig?

Wir sehen immer wieder, dass Frauen sich nicht miteinander vernetzen und das, was sie erleben, nicht miteinander teilen. Wenn du diesen Austausch ermöglichen kannst, kannst du ihnen helfen zu wachsen und sich zu wirklich mächtigen Führungspersonen zu entwickeln.

Außerdem kannst du Unternehmen helfen, dieses Netzwerk anzuzapfen und so weibliche Top-Talente zu finden. Das steigert die Vielfalt sowie Inklusion am Arbeitsplatz und unterstützt gleichzeitig die Unternehmen beim Employer Branding. Es hilft ihnen dabei, herauszufinden, wie sie attraktiver für Frauen werden und ihren Arbeitsplatz entsprechend verändern können.

Glaubst du, dass viele Unternehmen heute schon attraktiv für Frauen sind? Besonders die Tech-Branche ist ja immer noch sehr dominiert von Männern…

Natürlich ist sie extrem fokussiert auf Männer, vor allem, wenn man sich die obersten Führungspositionen ansieht. Wenn du dagegen Unternehmen anschaust, die von Frauen gegründet wurden, siehst du, dass dort Frauen auf allen Ebenen viel eher vertreten sind. Daran muss definitiv noch gearbeitet werden. Aber ich glaube, dass es zumindest in den USA bereits viel Aufmerksamkeit für dieses Thema gibt. Unternehmen fangen an, Dinge zu verändern und mehr berufliche Chancen für Frauen zu schaffen.

Trotzdem ist es nicht immer einfach, und viele Dinge ändern sich nur langsam. Welchen Rat würdest du einer Frau geben, die nicht sicher ist, wie sie sich beruflich weiterentwickeln kann?

Unser Gründungsteam hat immer zu gewissen Führungspersonen aufgeschaut und versucht, sich mit ihnen zu vernetzen. Wir bei Mogul ermutigen Frauen deshalb, Leute zu kontaktieren, die sie bewundern, und sie zu fragen, ob sie mit ihnen bei einem Projekt zusammenarbeiten können. Leute, die wahnsinnig beschäftigt sind, die viel Einfluss haben und in einer Führungsposition sind, arbeiten immer an einer ganzen Reihe von Projekten – also haben sie sicher etwas, wobei du ihnen helfen kannst.

Durch diese Zusammenarbeit lernst du eine Menge, und schaffst es, für diese Leute interessant zu werden. Viele Frauen, mit denen wir zusammengearbeitet haben, sind heute Investoren in Mogul oder beraten uns. Diese Beziehungen zu schaffen ist wahnsinnig wichtig. Mogul ermöglicht das Frauen, weil wir so viele Influencer auf unserer Plattform haben, Geschäftsfrauen wie Kelly Osbourne, Rebecca Minkoff, Katie Couric oder Chelsea Clinton. Du kannst dich mit ihnen vernetzen, sie befragen, um Rat bitten, dich an so viele Leute wie möglich wenden – und so baust du dein Netzwerk immer weiter aus.

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Natasha Birnbaums Vortrag bei der Heureka-Konferenz in Berlin

Wie wichtig ist es denn speziell für Frauen, ein gutes Netzwerk zu haben? Mir kommt es so vor, als seien Frauen zwar gut vernetzt, es aber für sie trotzdem schwieriger ist, weil es diese berühmten Hinterzimmer gibt – und in denen sind Frauen einfach nicht.

Auf jeden Fall. Deshalb glaube ich auch, dass es so wichtig ist, eine Plattform zu haben, auf der alle miteinander in Kontakt treten können. Weil wie solltest du sonst in so ein Hinterzimmer reinkommen? Einfach an die Tür klopfen und sagen: „Hi, hier bin ich“? Eine technologie-basierte Plattform hilft, diese Veränderung voranzutreiben; und diese authentischen Beziehungen virtuell zu schaffen, was wirklich wichtig ist.

Was glaubst du: Wird sich in dieser Hinsicht in den nächsten fünf bis zehn Jahren viel verändern?

So wie sich die Dinge aktuell verändern, heißt es, dass es bis 2085 dauern wird, bis Frauen in der Arbeitswelt gleichgestellt sind. Mal davon abgesehen glaube ich, dass es viele Unternehmen gibt, die sich auf Frauen konzentrieren. Es gibt immer mehr Bewusstsein für das Thema, es gibt Orte wie uns, und wir helfen dabei, die Veränderung voranzutreiben, damit es hoffentlich nicht bis 2085 dauert.

Aber natürlich wird nicht nur eine einzelne Sache dafür sorgen, dass sich etwas ändert. Und es ist wichtig, das anzuerkennen. Alle müssen daran teilhaben, und uns mit jüngeren Talenten verbinden. Wir im Team ermutigen alle jungen Berufstätigen, die wir sehen, genau das zu tun. Wir raten jeder Frau, der uns fragt, sich mit älteren Menschen zu vernetzen, mit den Leuten, die sie bewundert, um von ihnen zu lernen und von der unterschiedlichen Denkweise zu profitieren. Aus einer solchen Beziehung lernen beide Seiten. Und das wird am Ende dazu führen, dass sich die Dinge ändern.

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