Sichtbarkeit auf FacebookFacebook ist jedem ein Begriff und Millionen User tummeln sich auf dieser Plattform. Welche Vorteile deine Sichtbarkeit auf Facebook für dich und deine Werbeeinnahmen bringt und wie du deine Reichweite verbessern kannst, möchten wir dir in unserem Beitrag näher erläutern.

Was ist der Facebook Ad Relevance Score?

Bei dem Facebook Ad Relevance Score handelt es sich um eine Relevanzbewertung, die angibt, wie interessant deine Werbeanzeige für die von dir ausgewählte Zielgruppe ist. Hat eine Anzeige 500 Impressions erreicht, erfolgt die Berechnung der Relevanz auf Facebook. Angegeben wird die Relevanzbewertung mit einer Skala von 1 bis 10, wobei es sich bei 10 um die beste und höchste Bewertung handelt.

Sinn und Zweck des Facebook Ad Relevance Score

Für den Erfolg deiner Werbeanzeige auf Facebook ist der Relevance Store einer der zuverlässigsten Indikatoren. Die Relevanzbewertung wurde von Facebook aus zwei Gründen eingeführt. Einerseits soll der Werbende ein Feedback über seine Werbeanzeige erhalten und andererseits soll das Netzwerk vor einer Flut von schlechter Werbung geschützt werden.

Werbeanzeigen mit einer Relevanzbewertung von 4 und weniger, erzielen selten auf langfristige Sicht gute Ergebnisse, kosten nur Geld. Dagegen sind Werbeanzeigen mit einer Relevanz von 8 und mehr mit sehr guten Ergebnissen verbunden.

Welche Faktoren spielen in den Score mit ein?

Der Hauptfaktor, der für den Score relevant ist, ist das Feedback der Facebook-Nutzer. Interagiert ein Nutzer mit deiner Anzeige, wird dies von Facebook als positive Rückmeldung bewertet. Teilt der Nutzer beispielsweise deinen Beitrag, fällt das Feedback noch positiver aus. Meldet hingegen der Nutzer deine Anzeige oder versteckt sie, wird dies von Facebook als negative Rückmeldung gewertet.

So kannst du deinen Relevance Store auf Facebook verbessern

Mit diesen sieben Schritten kannst du als Werbetreibender auf Facebook deine Score erhöhen.

# 1 Verkürze die Retargeting-Zeiten

Das Retargeting von Besuchern der eigenen Webseite ist eine sehr effektive Maßnahme, um den Kunden anzusprechen. Dabei bietet dir Facebook die Möglichkeit, die Besucher der letzten 180 Tage nochmals zu kontaktieren. Allerdings ist es sinnvoller, die Retargeting-Zeiten auf 14 bis 30 Tage einzugrenzen, da der Wiedererkennungswert in dieser Zeitspanne noch gegeben ist. Bei einem Zeitraum von 180 Tagen wird es für den Nutzer schon schwer, sich nochmals an deine Seite zu erinnern. Deshalb sind kürzere Retargeting-Zeiten effektiver.

# 2 Verwende günstige Angebote zum Einstieg

Verwende für deine Werbeanzeige ein günstiges Angebot, eventuell auch ein kostenloses Angebot. Hierüber hast du einen wesentlich einfacheren Einstieg in den Sales Funnel als mit einem teuren Produkt. Im Laufe deiner Werbeanzeigen kannst du auf teurere Produkte zugreifen.

# 3 Nutze Videos als Page Post

Eine Studie von Cisco besagt, dass im Jahr 2020 etwa 80 Prozent des Contents weltweit Videos sein werden. Bereits heute erzeugen Videos im Vergleich zu Bildern und Texten im Internet höhere Interaktionsraten. Allerdings sind die Kosten für die Veröffentlichung eines Videos um einiges teurer, was so manchen Werbenden abschreckt. Allerdings lohnt sich die Investition – und zwar dann, wenn die Qualität und die Einbettung des Videos passen. Wichtig ist, dass das Video wie ein normaler Post wirkt, da es dann besser von den Nutzern angenommen wird – selbst dann, wenn da Label „Sponsored“ deutlich sichtbar ist.

# 4 Spreche eine größere Zielgruppe an

Bei Werbebotschaften auf Facebook muss das Netzwerk erst einmal herausfinden, wer die richtige Zielgruppe ist. Du kannst im Vorfeld über bestimmte Einstellungen entsprechende Filter einstellen, bevor die Werbeanzeige auf Facebook ausgespielt wird. In dieser „anfänglichen“ Phase wird getestet, welche Personen die Interessenten für deine Werbung sind. Je mehr Menschen du bei deiner ersten Werbeschaltung ansprichst, um so besser kann der entsprechende Algorithmus ausgewählt werden.

# 5 Nutze mehrere Werbeanzeigen

Bei der Ausspielung deiner Werbeanzeigen kann es passieren, dass der eine oder andere Nutzer mehrmals deine Werbeanzeige sieht. Ist er davon genervt, klickt er die Anzeige weg, was einen negativen Einfluss auf die Relevanz hat. Du kannst diesen Punkt durch die Schaltung verschiedener Anzeigen umgehen. Variiere das Bild, die Überschrift und den Text, so dass die Werbeanzeige als eine andere wahrgenommen wird und das Risiko, dass sie deaktiviert ist, so minimiert ist. Zudem erhältst du wertvolle Rückmeldung, welche Kombination besser gewirkt hat. Mit diesem Wissen kannst du deine nächste Werbekampagne gestalten und starten.

# 6 Teste deine Kampagnen mit warmen Kontakten

Als warme Kontakte werden die Personen bezeichnet, die bereits in Kontakt mit deinem Unternehmen standen. Dass sie eine Werbeanzeige von dir anklicken oder teilen, ist somit wahrscheinlicher. Durch diese Interaktionen erhöht sich nicht nur die Relevanz deiner Werbeanzeige, sondern auch der Social Proof deiner Seite. Für die kalten Kontakte, also die, die dein Unternehmen noch nicht kennen, ist dies sehr wichtig.
Adressierst du als erstes deine Werbung an alle, die deine Facebook-Seite geliked haben, ist die Interaktion natürlich höher. Dies bringt dir eine hohe Bewertung und einen hohen Social Proof. Und damit kannst du die Werbeanzeige an die kalten Kontakte weitergeben. Diese werden positiver auf deine Kampagne reagieren, was dir wieder eine höhere Relevanzbewertung einbringt.

# 7 Begrenze den Text in Werbebildern

Enthält ein Werbebild mehr als 20 Prozent Text, mag Facebook diese Bilder nicht. Dadurch wird deine Werbeanzeige an weniger Personen ausgespielt, was natürlich die Chance auf ein positives Feedback minimiert. Deshalb achte darauf, dass dein Bild weniger als die 20 Prozent Text beinhaltet.

Du siehst, mit dem entsprechenden Wissen kannst du deinen Relevance Store optimieren, die Kosten reduzieren und möglichst viele User erreichen. Du hast die Möglichkeit, den Usern zu zeigen, was du mit deinem Unternehmen zu bieten hast und was für sie von Bedeutung ist. Allerdings solltest du diese Kennzahl nicht isoliert bewerten, sondern auch die entsprechenden Performance-Indikatoren mit ins Auge fassen.

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