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Gefahr für Deutschland Einfallstor Mittelstand: Deutsche Wirtschaft wird zum Spielball ausländischer Mächte…….

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Gefahr für Deutschland Einfallstor Mittelstand: Deutsche Wirtschaft wird zum Spielball ausländischer Mächte
Merkel in China

dpa/Soeren StacheHerbst 2015: Chinas Staatschef Xi Jinping begrüßt Kanzlerin Angela Merkel in Peking.

Deutschland verbietet Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien, zugleich investieren die Scheichs großflächig in Deutschland. Gleiches gilt für China. Ausgerechnet Mächte, mit denen die deutsche Regierung wenig zu tun haben will, schöpfen also immer häufiger Kerntechnologien ab. Das könnte für Deutschland noch teuer werden.

Deutschlands Wirtschaft ist bekannt für seine „Hidden Champions“ – mittelständische Firmen, die in ihrem Bereich weltweite Technologieführer sind. Das weckt das Interesse ausländischer Investoren – zumal aus China und Saudi Arabien. Denn das Reich der Mitte und der Öl-Staat haben ehrgeizige Ziele und pushen ihre Wirtschaft mit Milliardensummen aus Regierungstöpfen.

Kein anderes Industrieland weist so viele Hidden Champions auf wie Deutschland.

IW KölnKein anderes Industrieland weist so viele Hidden Champions auf wie Deutschland.

Ein Beispiel ist Kuka, Hersteller von Industrierobotern für die Automobilbranche. 2017 übernahm der chinesische Midea-Konzern die Mehrheit beim Augsburger Maschinenbauer. Damit hat sich Midea einen dicken Fisch geangelt: Kuka plante für 2018 einen Umsatz von mehr als 3,5 Milliarden Euro, im Jahr 2013 lag er gerade einmal bei der Hälfte. 14.256 Mitarbeiter arbeiten in dem Unternehmen (Stand 31.12.2017). Für die Aktionäre hat sich der Deal übrigens kaum gelohnt. Nach einem Zwischenhoch dümpelt die Aktie heute unter dem Stand vom Zeitpunkt vor der Übernahme. Auch eine Folge schwacher Unternehmenszahlen für 2018. Aber das steht nicht im Zentrum der Interessen der chinesischen Investoren. Ihnen geht es weniger um Geld, sondern mehr um die Technologie.

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Der künftige E-Smart entsteht in China

Jüngstes Beispiel des großen Hungers des chinesischen Drachens ist die Beteiligung des Daimler-Großaktionärs Geely an der Mercedes-Tochter Smart. Das 50:50-Joint-Venture rechnet sich für die Chinesen: Die nächste Smart-Generation – ein reines E-Fahrzeug – wird in China gebaut. Dafür entsteht eine ganz neue Fabrik. Zwar entwirft das Mercedes-Benz-Design-Netzwerk den E-Smart – doch gefertigt wird er in Asien.

Allein 2018 hat sich China in 36 deutsche Firmen eingekauft, wie die „Bild“-Zeitung berichtet. Dazu gehört unter anderem die Beteiligung des Mischkonzerns HNA an der Deutschen Bank. Die Bundesregierung reagierte auf die Kauf-Offensive mit Abwehr: Wirtschaftsminister Peter Altmaier sorgte dafür, dass Unternehmens-Beteiligungen aus dem Ausland einfacher verboten werden können.

Ströme ausländischer Direktinvestitionen zwischen China und Deutschland, 2004–2017 (in Mio. US-Dollar)

China (gelbe Linke) investiert inzwischen mehr Kapital in Deutschland als umgekehrt Deutschland im Reich der Mitte.

Bertelsmann-StiftungChina (gelbe Linke) investiert inzwischen mehr Kapital in Deutschland als umgekehrt Deutschland im Reich der Mitte.

China hat noch mehr vor

Das genannten chinesischen Investments sind erst der Anfang. Staatschef Xi hat epochale Pläne: „Made in China 2025“ (MIC 2025) heißt sein Mega-Projekt, besser bekannt unter dem Begriff „die neue Seidenstraße“. Sie soll von Peking über Russland und Polen bis nach Duisburg reichen. Der Hafen der Ruhrgebietsstadt soll einen Endpunkt der tausende Kilometer langen Route bilden. Von Duisburg gelangen Waren dann weiter zu den Nordseehäfen in Hamburg und Rotterdam.

Mit dem Riesenprojekt MIC will China die Führung bei der vierten industriellen Revolution übernehmen – gemeint ist die Digitalisierung. Ein wesentliches Mittel für den Marsch an die technologische Spitze sind Übernahmen interessanter Unternehmen. Wie Kuka zum Beispiel.

Chinesische Firmenbeteiligungen in Deutschland nach Branchen, 2014–2017 (in Prozent)

Bertelsmann-Stfitung

Auch Saudi-Arabien kauft gerne „Made in Germany“

Neben China pflegt auch Saudi Arabien enge wirtschaftliche Beziehungen zu Deutschland – zumindest von saudi-arabischer Seite aus. Deutschlands Politiker tun sich mit dem Land nicht so leicht, seit bekannt wurde, dass der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman die Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi angeordnet haben dürfte. Das will zumindest die CIA herausgefunden haben.

Laut Informationen des deutschen Außenministeriums ist Saudi-Arabien „Deutschlands zweitwichtigster arabischer Handelspartner“. Auf der Liste der wichtigsten Importstaaten der Saudis liegt Deutschland auf Rang vier. Wichtigste deutsche Güter „sind Maschinen, Fahrzeuge, chemische, elektrotechnische, feinmechanische und optische Er­zeug­nisse“. Die Rüstungsgüter listet das Außenamt nicht eigens auf. Deutschland exportiert jedenfalls viel mehr nach Saudi-Arabien, als unser Land von dort bezieht: „2017 betrugen die deutschen Exporte nach Saudi-Arabien 6,6 Milliarden Euro, die Importe aus Saudi-Arabien nach Deutschland lagen bei 803 Millionen Euro“, stellt das Außenamt fest.

Auch die Saudis verfolgen ehrgeizige wirtschaftliche Ziele, sie wollen sich unabhängiger vom Exportgut Rohöl machen. Dafür haben sie die „Vision 2030“ entwickelt. Das Programm umfasst ein ganzes Bündel von Reformen: Investitionen von 72 Milliarden Dollar sollen die Wirtschaft des Königreichs modern und zukunftsfähig machen. Der Plan sieht vor, 450.000 neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Die saudischen Firmenbeteiligungen fallen jedoch deutlicher geringer aus als die von China. Der Spezialchemie-Konzern Lanxess hatte vorübergehend ein Kautschuk-Gemeinschaftsunternehmen mit dem Ölriesen Saudi Aramco betrieben.

Was genau wollen China und Saudi Arabien mit ihren Milliarden erreichen?

China investiert massiv in westlichen Industriestaaten, Deutschland steht dabei weit oben. Was bezwecken die Investoren aus Fernost mit ihrem Aufkaufprogramm genau?

Die Bertelsmann-Stiftung veröffentlichte 2018 eine Studie mit dem Titel „Kauft China systematisch Schlüsseltechnologien auf?“. Die Autorin Cora Jungbluth kommt zu dem Urteil: „64 Prozent der 175 hier betrachteten chinesischen Beteiligungen an deutschen Firmen zwischen 2014 und 2017 lassen sich einer der zehn Schlüsselbranchen zuordnen, in denen China mithilfe von MIC 2025 die weltweite Technologieführerschaft übernehmen will.“ Dazu gehören alternative Auto-Antriebstechnologien, Roboter-Technik und Biomedizin.

Das bedeutet im Klartext: Deutschland läuft Gefahr, einige seiner technologisch führenden Unternehmen an – unter anderem – China zu verlieren und zum Spielball ausländischer Mächte zu werden. Lässt sich das überhaupt noch verhindern?

Experten empfehlen schärfere Gesetze gegen unerwünschte Auslandsbeteiligungen

Christian Rusche, Experte für Industrieökonomik bei IW Köln, betont im Gespräch mit FOCUS Online, dass die Gefahr eines gezielten Marktzugriffs durch chinesische Unternehmen existiere. Der Ökonom empfiehlt, die gesetzlichen Regelungen bei ausländischen Investments zu verschärfen. „Da ist auch schon viel passiert. Beispielsweise hat Wirtschaftsminister Altmaier die Außenwirtschaftsverordnung angepasst“, so der Fachmann. Früher waren erst ab einem Beteiligungsumfang von 25 Prozent Interventionen möglich, jetzt reichen bereits zehn Prozent. „Außerdem kann jetzt ein Verbot ausgesprochen werden, wenn Sicherheitsinteressen oder wichtige Zukunftstechnologien bedroht sind,“ so Experte Rusche.

Dennoch gibt der Ökonom keine Entwarnung: „Chinesische Investoren sind trotz verschärfter Regulierung und Staatseingriffen in Deutschland weiterhin sehr aktiv und werden es voraussichtlich auch in Zukunft sein,“ schreibt er in einem kürzlich erschienenen Aufsatz.

Bertelsmann-Expertin Jungbluth gibt in ihrer Studie ebenfalls Antworten, wie „der Angst vor einem staatlich orchestrierten Technologietransfer nach China“ begegnet werden kann.

  • Deutschland sollte sich gegenüber ausländischen Direktinvestitionen nicht verschließen. Jungbluth resümiert: Ausländische Investments „bringen positive Effekte zum Beispiel in Form von Arbeitsplätzen und tragen zu Deutschlands internationaler Verflechtung bei“.
  • Diese Offenheit müsste aber politisch flankiert werden, „um Wettbewerbsverzerrungen durch staatliche Einflussnahme zu verhindern“, so die Studie. In diesem Punkt gibt Autorin Jungbluth Wirtschaftsminister Altmaier Recht, der die Schwelle für Prüfverfahren bei ausländischen Beteiligungen gesenkt hat.
  • Als dritten Ratschlag nennt die Studie einen elementaren Punkt: Deutschland und die Europäische Union sollten sich „selbstbewusst für faire Rahmenbedingungen in den gegenseitigen Investitionsbeziehungen mit China einsetzen“. Das bedeutet im Klartext: Die Politik soll darauf drängen, dass China seine Wirtschaft weiter öffnet und bald ein Maß an Offenheit erreicht, das in Westeuropa bereits seit längerem gilt. Hier setzt die Studie große Hoffnungen auf einen erfolgreichen Abschluss des EU-China Investitionsabkommens, über das bereits seit Jahren verhandelt wird. Nur so könne dem weltweit aufkeimendem Protektionismus die Stirn geboten werden: Beide Seiten müssten eine verlässliche Partnerschaft entwickeln, indem sie „sich aktiv für die Aufrechterhaltung einer internationalen regelbasierten Wirtschaftsordnung“ einsetzen.

Damit rät die Studie Deutschland, weiter auf die Globalisierung zu setzen. Denn als Exportweltmeister profitiert unser Land in hohem Maß von engen internationalen Wirtschaftskontakten. Ein Abschotten, auch gegen die Wirtschaftsmacht China, könnte uns somit mehr schaden als nutzen.

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