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Tödliche Messer-Gewalt: Die meisten Täter heißen Mohamed…………….

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Tödliche Messer-Gewalt: Die meisten Täter heißen Mohamed

Gibt es eine Zunahme von Verbrechen mit Messern und sind die Täter „Michael oder Daniel“, wie jüngste Presseberichte suggerieren? TE hat Messerangriffe mit Todesfolge seit 2015 recherchiert und ausgewertet. Ergebnis: Die Medien verbreiten Fakenews – die Wirklichkeit ist eine ganz andere.

 

© Jeff J Mitchell/Getty Images

Das sind die Fake-News dieser Tage: Die Vornamen von Messer-Tätern seien überwiegend deutsche. Flächendeckend in Tageszeitungen, Magazinen und Rundfunksendungen wurde eine Meldung der Saarbrücker Zeitung verbreitet: „Viele Messer-Kriminelle heißen Michael, Daniel und Andreas”. Übereinstimmend machten BILD wie SPIEGEL aus der verkürzten Meldung eine noch kürzere Meldung: „die meisten Messer-Täter heißen Michael”. Es war geradezu ein Triumphschrei – Messer-Verbrechen sind also deutsch. Noch „schöner”: Die Basis ist eine parlamentarische Anfrage der AfD – genüsslich wurde so getan, als habe die Antwort der AfD genau das Gegenteil geliefert. Doch es ist eine ziemliche Relotiuswelle, die da durchrauschte. Denn die Frage war harmlos oder unabsichtlich und vermutlich nicht besonders gut durchdacht gestellt:

„Gibt es bei den im Lagebild als Täter aufgeführten 842 deutschen Staatsbürgern Häufungen bei Vornamen?“ (Hervorhebung von uns). Ergebnis: Wenn man nach deutschen Tätern fragt erhält man deutsche Vornamen, wie zu erwarten. Eine unsinnige Frage, die auf den Geisteszustand der Frager schließen lässt – aber mehr noch auf den Haltungszustand deutscher Journalisten, die daraus einen generellen Freispruch für ausländische Täter abgeleitet haben. Zudem: Rund 30% aller eindeutig identifizierten 1492 Verdächtigen sind Ausländer, 122 Syrer und Afghanen – bei einem Bevölkerungsanteil von nur 9.2% Das macht eine vierfach höhere Messerrate als unter Deutschen. Aber wer trotz dieser Fakten nur nach Deutschen fragt – erhält auch nur deutsche Vornahmen. Und alle schreiben es nach – das ist flächendeckender Relotiusjournalismus. Dabei sind die Frage wie die Erklärung der Landesregierung eindeutig:

„Gibt es bei den im Lagebild als Täter aufgeführten 842 deutschen Staatsbürgern Häufungen bei den Vornamen?“

Und korrekt antwortet die Landesregierung mit den meist klassisch deutschen Vornahmen der deutschen Täter. Die Saarbrücker Zeitung und in ihrem Gefolge praktische alle Medien machen daraus die Schlagzeile:

„Messer-Kriminelle heißen Michael“

Der Rest der Antwort wird ohnehin unterschlagen. Auch das spricht für sich.

„Michael, Daniel und Andreas am häufigsten tatverdächtig,“  fabulierte DER SPIEGEL und die FAZ nicht klüger im Kopf:  „Michael statt Mohammed“.  l

Das Waffengesetz ist streng

Eine weitere Einschränkung ergibt sich aus der Frage nach Straftat und Ordnungswidrigkeit. Das deutsche Waffengesetz ist an dieser Stelle sehr viel strenger, als viele Bürger wissen: 

Es ist verboten, Messer mit einhändig feststellbarer Klinge (Einhandmesser) oder feststehende Messer mit einer Klingenlänge über 12 cm zu führen!

    • Im Sinne des Waffengesetzes führt eine Waffe, wer die tatsächliche Gewalt darüber außerhalb der eigenen Wohnung, Geschäftsräume, des eigenen befriedeten Besitztums oder einer Schießstätte ausübt.
    • Dieses Verbot gilt nicht, sofern für das Führen der Messer ein berechtigtes Interesse vorliegt.
    • Ein berechtigtes Interesse liegt insbesondere vor, wenn das Führen der Messer im Zusammenhang mit der Berufsausübung erfolgt, der Brauchtumspflege, dem Sport oder einem allgemein anerkannten Zweck dient.

Butterflymesser sind auch zu Hause verboten, und werden sie bei einer Hausdurchsuchung z.B. wegen eines Steuervergehens gefunden, landet der Betreffende in der Abteilung Messer-Krimineller. Auch wer mit einem Küchenmesser im Handschuhfach oder als Autofahrer mit einem (einhändigen) Rettungsmesser erwischt wird, landet in der Statistik, auch wenn er als gläubiger Veganer noch nicht einmal Salami damit schneidet. Die Zahl der Täter wird durch das Waffengesetz also hochgetrieben. Und weil immer noch die Mehrzahl der in Deutschland Lebenden deutsche Staatsangehörige sind, werden sie auch häufiger mit dem Küchenmesser im Einkaufskorb oder mit dem Jagdmesser am Gürtel erwischt und erfasst. Aber das ist nun höhere Kunst der Statistik.

Messer-Kriminalität mit Todesfolge

TE hat diese Vorfälle zum Anlass genommen, das Internet zu durchsuchen, wieviele Menschen seit 2015 nach Messerattacken ihr Leben verloren haben. Einen Anspruch  auf Vollständigkeit stellen wir nicht, da wir auf öffentliche Quellen angewiesen sind und nicht davon ausgehen, dass alle Vorfälle veröffentlicht wurden. Auch Fälle von schwerer oder leichter Körperverletzung wurden nicht untersucht; es ist davon auszugehen, dass Fälle mit späterer Todesfolge nicht veröffentlicht wurden. Die tatsächliche Anzahl von Todesfällen dürfte als deutlich höher liegen. In vier bis fünf Fällen kann es sein, dass die Tatwaffe eine Axt war. Wir sprechen nicht von Mord im rechtlichen Sinne, sondern ausdrücklich nur von Todesfolge, womit auch Totschlag und andere strafrechtlich geringer bewertete Sachverhalte erfasst sind.

Hier die wesentlichen Erkenntnisse:

  1. Zwischen 2015 und Dezember 2018 kam es zu 243 Messer-Attacken mit Todesfolge. Der Höhepunkt mit 96 Todesopfern war das Jahr 2017; davor und danach waren die Fälle deutlich niedriger. Wir weisen noch einmal darauf hin, dass die Quelle veröffentlichte und öffentlich recherchierbare Fälle sind.
  2. In einem der von uns recherchierten Fälle wurde von der Polizei ein Deutscher als Täter angegeben; in mehreren Fällen handelt es sich um das Vorliegen doppelter Staatsangehörigkeit.
  3. Die nationale Zugehörigkeit ist weitgehend erfasst, in einigen Fällen wird „Südländer“ (6 Fälle) oder „Ausländer“ (7) angegeben.
  4. Türken führen die Liste mit 28 Fällen an; das resultiert auch aus der großen Zahl türkischer Einwanderer. Kurden werden mit 11 Fällen geführt; eine präzise Staatsbürgerschaft fehlt. Syrer (23) und Afghanen (20) folgen, danach Polen und Albaner mit je 11 Fällen, Eritreer (10). Wir weisen darauf hin, dass für eine Risiko-Bewertung diese Fälle mit der Gesamtzahl der hier lebenden Angehörigen der jeweiligen Staaten in Relat”on gesetzt werden müssten.
  5. Der Verdacht, dass insbesondere Frauen erstochen würden, täuscht. Männer und Frauen werden in etwa ähnlicher Relation Todesopfer von Messerangriffen. Es ist darauf hinzuweisen, dass es sich in vielen Fällen um Taten in „Flüchtlingsheimen” und unter „Flüchtlingen” oder „Schutzsuchenden“ handelt; eine Gruppe, in denen Frauen deutlich unterrepräsentiert sind.
  6. Der häufigste in den Berichten angegebene Namen ist Mohamed, gefolgt von Ahmad, Mehmet.
Messer-Angriffe sind der neue Alltag

Es ist eine Meldung vom 13. März in der lokalen Schaumburg Zeitung, wie man sie in immer häufiger Medien lesen kann:

„In Rinteln ist eine Frau (22) am Dienstagvormittag in einer Wohnung in der Bäckerstraße tot aufgefunden worden. Die Polizei ermittelt wegen eines Tötungsdelikt und sucht derzeit den 27-jährigen Ehemann mit einem Haftbefehl. … Er verdächtigt den 27-jährigen Ehemann, dessen Aufenthaltsort derzeit unbekannt ist. Die 22-jährige Frau aus Afghanistan habe sich von ihrem ebenfalls aus Afghanistan stammenden Ehemann scheiden lassen wollen, deswegen habe es regelmäßig Streit gegeben. … Zu all diesen Informationen schweigt sich die Polizei derzeit aus. Pressesprecher Axel Bergmann bestätigt lediglich, dass die Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen eines Tötungsdelikts führe.

Was in Rinteln noch aufregend ist, in Berlin ist es Tagesgeschäft.

Hauptstadt der Messerangriffe

In der Hauptstadt kommt es demnach sieben mal am Tag zu einer Messerattacke. 2017 wurde bei mehr als 2.737 Straftaten ein Messer benutzt, 200 mal öfter als im Jahr zuvor. In 560 Fällen waren die Tatverdächtigen unter 21 Jahre alt. In 80 Fällen waren Kinder unter den mutmaßlichen Tätern, geht aus einer Antwort der Innenverwaltung auf eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Peter Trapp hervor.

Es ist eine erschreckend hohe Zahl, und hinter jedem Einzelfall verbirgt sich ein grausames Verbrechen, wie der Berlin Kurier in dem Beitrag weiter notiert:

„Ein kleiner Streit, ein falscher Blick – und einem wird eine scharfe Klinge unter die Nase gehalten. Die Hemmschwelle, jemanden abzustechen, sinkt in Berlin immer weiter. Die Zahl der Messerangriffe steigt stetig. Am Sonnabend wurden in nur elf Stunden fünf Männer mit zum Teil lebensbedrohlichen Stichverletzungen in Krankenhäuser eingeliefert. Die Taten sind nach Angaben eines Ermittlers symptomatisch für das brutale Verhalten bei Auseinandersetzungen.“

Nun sind Messer-Angriffe nichts Neues – neu ist die große Zahl der Angriffe, die Beteiligten und der laxe Umgang der Polizei damit: Zu gleich fünf solchen massiven Angriffen auf das Leben kam es am Sonntag, dem 24. März:

Auf einem Flohmarkt in Wedding hatte beispielsweise ein Unbekannter am Sonnabendvormittag eine spitze Klinge in seinen Kontrahenten gerammt, obwohl er von Zeugen umringt war. Zu der Tat kam es um 10.15 Uhr am Leopoldplatz. Laut Zeugen hatte es kurz zuvor einen lauten Wortwechsel gegeben. Dann stach der Täter zu und rannte davon. Das 29 Jahre alte Opfer erlitt eine tiefe Stichwunde am Hals. Er verfolgte den Täter noch wenige Meter, dann brach er blutüberströmt zusammen. Eine Notoperation rettete ihm das Leben.

Nur vier Stunden später kam es zu einer Messerstecherei im Görlitzer Park. Erst vier Tage zuvor war dort ein Streit zwischen zwei mutmaßlichen Drogenhändlern eskaliert. Ein 20-Jähriger hatte sich mit einem 18-Jährigen gestritten, woraufhin der Ältere ein Messer zog und dem 18-Jährigen in den Oberkörper stach. Am Sonnabend stach nun um 16.10 Uhr ein 20 Jahre alter Mann aus Gambia auf einen 22-jährigen Marokkaner und einen 23-jährigen Algerier ein. Beide Nordafrikaner erlitten Stichwunden an den Armen und Beinen. Aufgebrachte Zeugen hielten den mutmaßlichen Messerstecher anschließend fest. Als der Festgehaltene auf einer Bank Platz nahm, kam ein 22-Jähriger und warf ihm aus kurzer Distanz einen Kleinpflasterstein ins Gesicht.

„Messer sitzen locker“ – und die Folgen

Zu den insgesamt fünf Angriffen kommentiert ein Ermittler entspannt und ohne Anteilnahme für die Opfer:

Messer sitzen heutzutage viel zu locker. Bei jeder kleinsten Schlägerei werden sie eingesetzt.

Das klingt harmlos, wie eine Art Folklore. Aber Messer sind gefährliche Angriffswaffen. Sitzen sie so locker wie in Berlin, gibt es kaum eine Möglichkeit auszuweichen und bei überraschenden Angriffen wird es besonders kritisch. Ein Notarzt beschreibt, was bei einem Messerangriff vor sich geht:

Es ist nicht leicht, jemanden abzustechen. Das Messer muss schon mit einer größeren Wucht geführt werden, soll es in das Opfer eindringen.Bei einem Streich in den Bauchraum zerreisst der Stahl viel Gewebe, Blutgefäße, Nervenbahnen. Hoher Blutverlust. Wenn das Messer von vorn den Brustraum trifft, prallt es, wenn es glücklich ausgeht, an Rippe ab, ansonsten zerschneidet / zerfetzt es Gewebe, Blutgefäße, trifft Nervenbahnen. Wenn es größere Gefäße sind, die brutal aufgerissen werden, entsteht schnell großer Blutverlust, das Blutvolumen nimmt schnell drastisch ab, Körper schaltet in Schockzustand, Schock durch Blutvolumenmangel, starker Druckverlust in allen Organen, die daraufhin Funktion reduzieren und einstellen. Das Opfer kollabiert.Das Opfer wird bewußtlos. Das Herz beginnt zu rasen, mit Schlägen von über 100 pro Minute versucht es, den Druckverlust auszugleichen. Bei noch stärkerem Blutverlust hört das Herz auf zu schlagen.

Sticht der Stahl des Messers durch die Rippen und trifft den Thorax getroffen, wird der Raum zwischen Lunge und Innenseite der Brust durchstoßen und beschädigt. Hier herrscht Unterdruck – lebenswichtig. Wenn das Messer zurückgezogen wird, strömt Luft von außen durch das Loch nach innen, die Lunge oder zumindest ein Teil fällt zusammen. Wie viel, hängt von der Größe der Einstichstelle ab. Beim Atemzug kann der Sog nicht mehr aufrecht erhalten werden. Das Lungengewebe fällt teilweise wie ein Luftballon, aus dem die Luft herausgelassen wird, zusammen.

Das Opfer kann nicht mehr atmen, oder nur noch über einen kleinen Teil des Lungengewebes, fühlt Luftnot, als müsse er ersticken. Mit jedem Atemzug strömt weiter Luft in den Spalt zwischen Lunge und Innenseite der Brustwand. Das führt dazu, dass der Luftdruck im Brustraum steigt und drückt Lungen und Venen immer mehr zusammen. Der Rückstrom zum Herzen nimmt ab. Zusätzlich zum Blutdruckabfall lebensbedrohlich. Im Gewebe neben der Einstichstelle lagert sich Luft ein, es knistert beim Zusammendrücken wie Luftfolie. Die Atmung funktioniert immer weniger, die Atemgeräusche werden rasselnd. Das Opfer verliert sehr schnell viel Blut, dann das Bewusstsein. Der Notarzt kann viel Kochsalz-Infusionen durch Venenzugang geben, damit Druckverlust etwas ausgleichen. Doch Kochsalz kann keinen Sauerstoff transportieren. Der Getroffene fühlt bei einem Stich in den Unterleib erst eine Wärme im Bauch, wenn der sich mit Blut auffüllt, sieht die Welt immer verschwommener, er fühlt starke Angst, weniger den Schmerz, trübt ein, wird bewusstlos.“

Eine Statistik gibt es nicht

Eine bundesweite Statistik über Messerangriffe gibt es nicht, viele Medien bemühen sich um Verharmlosung: So verweist etwa DIE ZEIT im Zusammenhang mit den Berliner Zahlen darauf, dass„in der Statistik auch Taten erfasst (werden), bei denen sich jemand mit einem Messer verteidigt hat.“  Der Faktenfinder ARD, der immer nur in sein Weltbild passende findet, bilanziert gar, es gebe keine Zunahme an Messerattacken. Das war die Vorform der Verharmlosung. Den Gipfel erlebt man diese Woche: Deutsche Täter tragen deutsche Vornamen und deshalb gibt es keine ausländischen Täter, so die Logik deutscher Medien.

An Ort und Stelle sieht das Geschehen anders aus. Die Messer blitzen öffentlich, Täter schrecken auch nicht vor Zeugen zurück, und Täter können sich der Unterstützung des Clans ziemlich sicher sein, wie etwa am Messersonntag vom März berichtet:

„Ein 42-Jähriger wurde am Samstagabend gegen 21 Uhr mit lebensgefährlichen Stichwunden in ein Krankenhaus in Berlin-Spandau gebracht. Besorgte Angehörige des Patienten, der umgehend notoperiert wurde, blockierten daraufhin etwa zwei Stunden lang die Notaufnahme der Klinik.“

Wegen des zunehmenden öffentlichen Aufsehens soll ab 2019 eine bundesweite Statistik eingeführt werden. Denn dass es eben nicht so harmlos zugeht, wie DIE ZEIT und der ARD-Faktenfinder weismachen wollen, zeigte ausgerechnet eine Recherche des ARD-Magazins Kontraste: Um bis zu 20 Prozent haben danach die Messer-Attacken zugenommen.

Selbst die sonst wenig aktive SPD-Fraktion in NRW fand nach eigenen Angaben in einer Auswertung von Polizei-Pressemitteilungen heraus, dass es von September 2017 bis Anfang März 2018 insgesamt 570 Vorfälle mit Stichwaffen gab. Darunter waren schwere Fälle: In Lünen erstach im Januar ein 15-Jähriger einen Mitschüler. Im November wurde der Bürgermeister von Altena von einem 56-jährigen Deutschen mit einem Messer attackiert. Die Anklage geht von einem fremdenfeindlichen Motiv aus; der Bürgermeister war für sein Engagement für Flüchtlinge bekannt. Der SPD-Abgeordnete Hartmut Ganzke fordert daher eine explizite Aufnahme des Delikts in die Polizeistatistik.

Andere Länder sind da weiter

Bereits 39 Personen sind von Januar bis Anfang März dieses Jahres in Großbritannien mit Messer getötet worden, darunter einige Teenager.  So traf es den 17-jährigen Ayub Hassan, der im Londoner Stadtteil West Kensington erstochen wurde und in einem Krankenhaus starb. Kurz zuvor kamen in Manchester die 17-jährige Jodie Chesney und, in einem andern Fall, der ebenfalls 17-jährige Yousef Makki durch Messerattacken zu Tode. In Birmingham wurden im Februar innerhalb von nur zwei Wochen gleich drei Teenager erstochen.

Nach Angaben des Innenministeriums kamen im vergangenen Jahr 285 Personen in Großbritannien durch Messerverletzungen zu Tode – so viele wie noch nie. In früheren Jahren waren es meist höchstens 200 Todesopfer. Jede vierte Messer-Tote war laut Statistik „black“, hat also afrikanische Vorfahren oder ist afrikanischer Einwanderer. Schwarze sind extrem überrepräsentiert bei Messerverbrechen. Laut dem letzten Zensus von 2011 waren in England und Wales nämlich nur etwas mehr als 3 Prozent der Bevölkerung Schwarze, in den Städten allerdings sehr viel mehr. Hinzu kamen laut letztem Zensus rund 8 Prozent Asiaten, also vor allem Pakistaner und Inder. Zu diesen Schwarzen zählen auch die Nachkommen von Einwanderern aus der Karibik, den „West Indies“, die seit den 50ern nach Großbritannien kamen.

Insgesamt gab es im vergangenen Jahr fast 40.000 „Knife Offences“, also Delikte mit Messern. Das war ein Anstieg um 66 Prozent gegenüber dem Tiefpunkt im Jahr 2014 und ein Anstieg um fast 30 Prozent seit Beginn der Statistik 2011. Mit Abstand am höchsten ist die Rate der Messerverbrechen in London, etwa viermal so hoch wie im Rest des Landes. Mehr als 45 Prozent der „Knife Offences“ waren Angriffe, etwas mehr als 40 Prozent waren Raubüberfälle mit Messern, 8 Prozent waren Todesdrohungen mit Messern, seltener waren Vergewaltigungen mit Messereinsatz. Mehr als 4.000 Erwachsene und etwa 800 Teenager mit Messerverletzungen mussten ins Krankenhaus.

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