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„In Startups wird viel Bullshit geredet“……………

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„In Startups wird viel Bullshit geredet“

Erfahrungsbericht. Alleine als Frau im Unternehmen: Unsere anonyme Gesprächspartnerin erzählt von fehlender fachlicher Unterstützung, Buzzword-Bingo und blöden Kommentaren.
16. Juli 2019 | Anonym

Es gibt Dinge, die in frisch gegründeten Unternehmen nerven – dumme Sprüche und Ausreden, zum Beispiel. (Symbolbild)

Arbeiten im Startup – damit verbinden viele Menschen kostenlosen Kaffee und volle Obstkörbe bei niedrigem Gehalt und mindestens ausbaufähigen Arbeitsbedingungen. Was ist dran an diesem Bild? In anonymen Erfahrungsberichten lässt die Gründerszene-Redaktion Mitarbeiter junger Unternehmen sprechen. Aufgezeichnet werden sie von wechselnden Autoren. Der Startup-Alltag im Realitätscheck:

Ich arbeite seit etwa zwei Jahren bei einem Software-Startup. Beworben hatte ich mich für eine Werkstudenten-Stelle: Es ging darum, Webseiten- und Produkttexte zu schreiben. Den Job habe ich bekommen, aber schnell erfahren, dass es eigentlich noch gar kein Unternehmen gab. Als Werkstudentin habe ich also die Gründung miterlebt.

Inzwischen bin ich festangestellt, die einzige Frau in einem kleinen Team – und auch die einzige Ansprechpartnerin für Marketing und Kommunikation. Das ist für mich ein großer Wermutstropfen. Meine Vorstellung war immer: Wenn ich ins Berufsleben starte, ist da jemand, der schon jahrelang Erfahrung hat und mir zeigen kann, wie es geht. Außer mir arbeiten aber nur Ingenieure und Entwickler in dem Unternehmen. Ich bin also sehr isoliert auf meinem Posten.

Ich empfinde die berühmte Startup-Lernkurve als sehr zäh, man muss sich schon sehr einarbeiten, gerade wenn man so wie ich alleine in einer Abteilung ist.

Jung, frisch und easy going? Nope.

Für mich hat die Arbeit im Startup nichts mit dem Image von jung, frisch, easy going und „Wir hängen ständig miteinander rum und trinken Bier“ zu tun. Die Gründer sind zwar noch recht jung, trotzdem hat jeder sein eigenes Leben. Ich würde es aber auch gar nicht anders wollen, weil ich es schön finde, Arbeit und Privatleben zu trennen.

So hoch sind die Gehälter in der Startup-Szene wirklich

Im Vergleich: So hoch sind die Gehälter in der Startup-Szene wirklich

Zahlen Startups ihren Mitarbeitern wirklich so viel weniger als große Unternehmen? Die neue Studie von Gehalt.de und Gründerszene Karriere liefert Antworten.

Ich verdiene 3.000 Euro brutto im Monat, als Einstiegsgehalt bin ich damit zufrieden. Die Zahl meiner Überstunden ist überschaubar. Weil bei einem jungen Unternehmen immer die Gefahr besteht, dass irgendwann kein Geld mehr auf dem Firmenkonto ist, haben die Chefs anfangs gesagt: Das Geld soll so lange reichen, dass alle Mitarbeiter ein Jahr gearbeitet und damit Anspruch auf Arbeitslosengeld haben. Ich habe für mich entschieden, dass ich so lange bleibe, wie es für mich persönlich eben geht. Ich würde gerne mit dem Startup wachsen. Schön finde ich nämlich, dass die Atmosphäre im Büro deutlich entspannter ist als im Konzern.

„Sie kann in Hotpants zur Messe kommen“

Ich bin ein paar Jahre jünger als die Ingenieure und habe das Gefühl, mich als Frau positionieren zu müssen. In der Branche, aus der sie kommen, sind Frauen in der Regel immer noch Sekretärinnen. Es gab einen konkreten Vorfall, der mich sehr wütend gemacht hat. In einem Meeting ging es um einen Messestand. Wir saßen im Team zusammen und der Gründer sagte im Rausgehen zu den anderen: „Charlotte (Name geändert, Anm. d. Red.) hat gesagt, sie kann in Hotpants zur Messe kommen, um für Aufmerksamkeit zu sorgen.“

„Es vergeht keine Woche, in der ich nicht den Job wechseln will“

Arbeit im Startup: „Es vergeht keine Woche, in der ich nicht den Job wechseln will“

Unser Gesprächspartner opfert sich für ein Startup nach dem nächsten auf – bei magerem Gehalt. Trotzdem macht er weiter, gründet sogar selbst. Was hat er gelernt?

Vorher hatte ich mir viele Gedanken über das Standkonzept gemacht. Diesen Spruch dann von einem Mann vor einer Gruppe anderer Männer zu hören, fand ich echt eine harte Nummer. Etwas Vergleichbares ist danach nicht mehr vorgefallen. Wohl auch, weil ich mit meinem Chef gesprochen und ihm erklärt habe, wie der Spruch bei mir ankam und warum er mich störte. Immerhin kann ich Missstände offen ansprechen, ohne dass ich Angst haben muss, dafür abgestraft zu werden.

Nicht auf ewig Strukturgeber für die Techies sein

Ich weiß nicht, ob ich noch einmal in ein Startup gehen würde. Einerseits finde ich es wunderbar, wie es bei mir gelaufen ist, ich konnte mir einen Rundumschlag an Praxiserfahrung aneignen. Andererseits würde ich gerne irgendwo arbeiten, wo ich einen Sparringspartner habe, und als Berufseinsteiger nicht der Strukturgeber für die Techies sein muss. Mein ganzes Arbeitsleben in Startups zu verbringen, kann ich mir nicht vorstellen. Auch weil ich finde, dass dort zu viel Bullshit geredet wird, zum Beispiel wenn nach „Growth Hackern“ im „Fast-Moving-Consumer-Goods“-Bereich gesucht wird. Fürchterlich.

Ich würde mir wünschen, dass der Frauenanteil in Startups steigt, gerade im Software-Bereich. Außerdem denke ich, dass es gut wäre, wenn selbst kleine Teams darauf achten würden, transparent zu arbeiten. Oft gehen Informationen nach innen verloren, selbst wenn es nur wenige Mitarbeiter gibt. Ich mag es auch, wenn verschiedene Fachbereiche gemeinsam an einem Projekt arbeiten, statt Ausreden anzubringen. „Ich kenne mich damit nicht aus“ heißt dann oft so viel wie „Ich habe keine Lust darauf.“ Diese pauschalen Absagen nerven mich.

Aufgezeichnet von Elisabeth Neuhaus

Ihr arbeitet auch für ein Startup und wollt eure Erfahrungen – gute wie schlechte – anonym mit unseren Lesern teilen? Schreibt uns!

Bild: Getty Images / Ian Ross Pettigrew

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