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Alte Regeln gelten nicht mehr, das versteht keiner mehr: Die abstrusen Folgen der Minizinsen in der Eurozone……….

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Alte Regeln gelten nicht mehr, das versteht keiner mehr: Die abstrusen Folgen der Minizinsen in der Eurozone
Osthafen Frankfurt

Boris Roessler/dpa

Die Minizinsen führen zu immer merkwürdigeren Verwerfungen. Bereits ein Viertel aller Anleihen wirft nur noch eine negative Rendite ab. Und das ist nicht das einzige Beispiel.

DWS-Chef Asoka Wöhrmann fand in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ klare Worte: „Ich bin jetzt 54 Jahre alt und glaube nicht, dass ich noch einmal wesentlich höhere Zinsen erlebe.“ Nicht nur, dass steigende Zinsen in der Eurozone nicht absehbar sind. Es könnte sogar sein, dass die Europäische Zentralbank auf ihrer nächsten Sitzung die Zinsen noch einmal weiter senkt.

Das Zins-Chaos führt zur absonderlichen Verwerfungen auf dem Anleihenmarkt und wirft Gewissheiten über den Haufen.

1) Italienische Bonds rentieren niedriger als US-Anleihen

Kein Scherz: Wegen der weit aufgespannten Schere zwischen den Zinsen in Europa und in den USA rentieren US-Bonds höher als italienische Staatsanleihen. Dabei hat das Land mit einer hohen Verschuldung, hohem Defizit und vor allem einer schwachen Wirtschaft zu kämpfen. Trotzdem notieren die Umlaufrenditen der 10-jährigen Anleihen Italiens bei nur 1,63 Prozent per annum. US-Titel gleicher Laufzeit bringen dagegen 2,05 Prozent, obwohl die USA Bonitätsrankings zwischen AA+ und AAA haben. Italien kommt nur auf Baa3 oder BBB – meilenweit unter den USA und nur ein paar Stufen über Ramschniveau.

Auch Griechenland muss in vielen Laufzeiten weniger für neue Schulden oder zahlen als die USA. Bei zehnjährigen Staatsanleihen liegt die Rendite nur knapp über amerikanischen Papieren. Kurz zur Erinnerung: Vor wenigen Jahren musste Griechenland noch vor der Staatspleite gerettet werden und hatte jeglichen Zugang zum Kapitalmarkt verloren.

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2) Italien gibt 50-jährige Anleihen aus – für nur 2,8 Prozent

Die bizarren Zustände bei italienischen Bonds hören hier nicht auf. Vor knapp drei Jahren erst emittierte das Land eine Anleihe über ein halbes Jahrhundert. Normalerweise gilt: Je länger die Laufzeit, umso höher der Zins, bei Bonds Kupon genannt. Denn der Gläubiger bindet sein Kapital bei solchen Papieren länger und geht hohe Risiken ein – wer weiß schon, ob Italien in 50 Jahren zurückzahlt und wie sich die Inflation bis dahin entwickelt?

Italien, Republik EO-B.T.P. 2016(67)
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Trotzdem bot Italien nur einen Kupon von 2,8 Prozent – ein extrem günstiger Tarif für das Land. 30-jährige US-Bonds rentieren zurzeit mit 2,59 Prozent p.a. nur ein bisschen schlechter, bei 20 Jahren weniger Laufzeit. Anfangs des Jahres war der Wert der Anleihen angesichts der schwachen Aussichten für Italien auf nur 80 Prozent des Wertes gefallen. Die Aussichten auf eine weitere lockere Geldpolitik durch die EZB haben das Papier aber in eine Kurs-Rakete verwandelt: Im Juni schoss der Kurs von 86 auf 102 Prozent in die Höhe.

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3) Staatsanleihen aus Österreich hängt Tech-Werte ab

Österreich hat die Chance der Mini-Zinsen genutzt, um eine Staatsanleihe mit 100 Jahren Laufzeit aufzulegen. Die Rückzahlung findet 2117 statt. Nun ist bereits eine Anleihe mit so langer Laufzeit etwas besonders. Was aber wirklich verrückt ist: Österreich bot nur einen Kupon von Höhe von 2,1 Prozent. Das liegt kaum über der Inflationsrate. Mehr noch: Die Anleihen stieg seit Jahresanfang um fast 50 Prozent. Aktuell notiert sie mit 164 Prozent ihres Wertes. Zum Vergleich: Die Aktie von Amazon legte in dieser Zeit nur um 41 Prozent zu. Die Rendite der Österreich-Anleihe liegt momentan übrigens bei 0,93 Prozent.

4) Ein Viertel aller Bonds rentiert schon negativ

Die genannten Anleihen bringen, berücksichtigt man die extremen Laufzeiten, viel zu wenig. Schlimmer noch aber als diese Einzelfälle ist jedoch, dass sich ein beachtlicher Teil normaler Anleihen ebenfalls nicht mehr lohnt.

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg Anfang Juli berichtete, ist das Volumen negativ rentierender Anleihen auf satte 13 Billionen Dollar (rund 11,66 Billionen Euro) angeschwollen – das ist bereits ein Viertel der weltweiten Anleihenschulden. Bei deutschen Staatsanleihen rentieren gar bereits 85 Prozent negativ. Und noch eine Zahl: Laut der Bank of America rentieren Firmenbonds für 825 Milliarden Euro im Minus, das sind 40 Prozent des Marktes.

5) Sparen lohnt sich nicht mehr

Eine Gewissheit war bisher, dass das Geld auf dem Konto Jahr für Jahr ein bisschen mehr wert wird. Der Zinseszinseffekt half dabei. Laut einer Umfrage haben jedoch 107 Banken und Sparkassen bereits Strafzinsen eingeführt, mehrere Banken planen dies, wenn die EZB den Einlagenzins weiter senkt. Die Folge für Sparer: Das Geld auf dem Konto wird mit der Zeit nicht mehr, sondern weniger. „Mein Vater lebte in einer Welt, in der sich Sparen rentierte, weil sich Investieren rentierte“, erzählt der ehemalige Deutsche-Bank-Chefsvolkswirt Thomas Mayer „Ich lebe in einer verkehrten Welt, in der sich Verschuldung lohnt, aber kein vernünftiger Mensch dem Schuldner Geld leihen würde.“

Das bedeutet: Sparer müssen umdenken, statt zu hoffen, dass die Zinsen in absehbarer Zeit wieder steigen. Eine Alternative, wenngleich hier viele Bundesbürger die Nase rümpfen, sind Aktien, die sogar noch von den Niedrigzinsen profitieren – einerseits wegen Anlegern, die vermehrt Aktien kaufen, aber auch wegen der niedrigeren Finanzierungskosten der Börsenkonzerne.

 

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