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Analyse zeigt: Wie der Mietkauf am Immobilienmarkt für Entlastung sorgen kann………………….

In Mietkauf, Immobilienfinanzierung, Immobilieninvestoren, on Oktober 1, 2022 at 11:03 am

Analyse zeigt: Wie der Mietkauf am Immobilienmarkt für Entlastung sorgen kann

Haus an Haus an...

Neubaugebiet in Hannover reiht sich ein Haus an das andere. In großen deutschen Städten fehlen viele Wohnungen.

Donnerstag, 18.07.2019, 10:08

Wohnraum wird in weiten Teilen Deutschland immer teurer. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) schlägt nun ein staatlich finanziertes Mietkaufmodell vor. Damit sollen mehr Haushalte in Zukunft Wohneigentum bilden können.

Der Traum von den eigenen vier Wänden rückt mit den steigenden Immobilienpreisen für viele Deutsche immer weiter in die Ferne. Dabei beteuern Politiker seit Jahren, mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen zu wollen. Doch bisherige Versuche, dem Kosten-Boom ein Ende zu bereiten, schlugen fehl oder entwickelten nicht die gewünschte Dynamik. Die Immobilienexperten des Deutschen Instituts für Wirtschaft (DIW) raten deshalb dazu, ein neues Modell zu etablieren – den staatlich geförderten Mietkauf.

Das Ganze funktioniert so: Der Staat tritt in Vorleistung und finanziert potenziellen Immobilienkäufern eine Eigentumswohnung. Anstelle einer Miete zahlen die Mietkäufer dabei eine regelmäßige Monatsrate an den Bund und begleichen so sukzessive ihre Kaufschuld.

Dem DIW-Modell zufolge könnte der Staat auf eigenen Grundstücken kostengünstige Wohngebäude errichten und für die Finanzierung auf Bundesanleihen setzen. Für die zahlt der Staat derzeit wenig bis keine Zinsen. Der Vorteil liegt für die Wirtschaftsforscher dabei auf der Hand: Der Staat würde so seinen Zinsvorteil an die Bürger weitergeben, sodass sich der Mietkauf günstig finanzieren lässt. NOTAR- UND GRUNDBUCHRECHNER Das kommt zum Preis der Immobilie dazu Hier die Nebenkosten berechnen lassen

Mit dem Mietkauf kommen Familien kostengünstig zu Eigentum

An einer Beispielrechnung, die FOCUS Online vorliegt, gehen die Ökonomen durch, wie sich die monatlichen Mietzahlungen zusammensetzen könnten. Dabei gehen die Forscher von einer 100 Quadratmeter großen neuen Wohnung aus. Unterm Strich kostet diese Immobilie die Bewohner 933 Euro, wenn sie nach 25 Jahren schuldenfrei sein wollen. Die Tilgungshöhe setzt sich aus einer Monatsrate von 706 Euro, Instandhaltungsrücklagen in Höhe von knapp 60 Euro und der Erbpachtzins von 167 Euro pro Monat zusammen. Letzterer Kostenblock fällt an, weil der Staat nach der Rückzahlung der Schulden von insgesamt 212.000 Euro immer noch Besitzer des Grundstücks bleibt.

Auch wenn die durchschnittlich gezahlte Kaltmiete von Haushalten mit einem Hauptverdiener bis 40 Jahren im Jahr 2017 bei 540 Euro pro Monat lag, handelt es sich bei der Monatsrate des Mietkaufs immer noch um einen überschaubaren Betrag. Vor allem wenn man bedenkt, dass eine Familie in einer Großstadt bei drei und mehr Kindern auf knapp 750 Euro kommt, die Summe also in etwa der reinen monatlichen Mietkaufsumme entspricht – Instandhaltungskosten und Erbpachtzins herausgerechnet.

Deutsche besitzen kaum Wohneigentum – das verschärft die Ungleichheit

Für die DIW-Experten steht daher fest: Der staatlich geförderte Mietkauf kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, um auf dem Immobilienmarkt für Entlastung zu sorgen – und damit nicht genug: „Aus volkswirtschaftlicher Sicht wäre durch eine höhere Eigentümerquote beispielsweise auch ein Rückgang der in Deutschland relativ hohen Vermögensungleichheit zu erwarten“, schreiben die Autoren in ihrer Analyse.

Damit gehen die DIW-Experten auf die Kritik zahlreicher Wissenschaftler ein, die betonen, dass besonders Haushalten im unteren bis mittleren Einkommenssegment keine Immobilien besitzen. Dabei gilt Wohneigentum als ein wichtiger Kanal für den Aufbau von Haushaltsvermögen. In Deutschland liegt die Wohneigentumsquote derzeit bei 51,4 Prozent und damit deutlich unterhalb des EU-Durchschnitts.

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Privatkauf ist für immer mehr Menschen unerschwinglich

Den normalen Immobilienerwerb halten die DIW-Experten hingegen insbesondere für junge Familien mit kleinen und mittleren Einkommen für unerschwinglich. Sie hätten kaum Möglichkeiten, genügend Eigenkapital anzusparen. Dieses sei aber vor allem für die hohen Nebenkosten des Immobilienerwerbs unabdingbar. Immobilieninvestoren hätten zudem „kaum Interesse an der Schaffung von preiswertem Wohnraum, da sie mit Investitionen in höherpreisige Wohnungen größere Renditen erzielen können“, heißt es in dem DIW-Bericht.

Zwar berge das Mitkaufmodell auch Risiken etwa bei der Auswahl der Mietkaufberechtigten. Außerdem könne es mittelfristig zu Fehlbelegungen kommen, wenn sich die finanzielle Situation eines Haushaltes im Laufe der Zeit deutlich verbessert, wie die Forscher einräumen. Allerdings stellen die Autoren in ihrer Analyse heraus, dass die Bildung von Wohneigentum und die Erhöhung der Wohneigentumsquote vergleichsweise wichtiger sind, um der Ungleichheit im Land langfristig die Stirn zu bieten.

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